Anwendungsfelder in der Praxis konkretisieren sich

Im zweiten digitalen Innovationsworkshop InCa 4D zur Innovativen Pflege am 06. November 2020 sind die Teilnehmenden bei der Technikentscheidung Roboter- und Augmented Reality (AR)-Brillenmodel auf der Zielgeraden. Moderiert und begleitet wurde der Workshop erneut von der AWO. Nach einem Impuls durch Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsführer AWO-Braunschweig, zu Innovationen in der Pflege, stellte die AWO die wirtschaftlichen Aspekte des Roboter- und AR-Brillen-Einsatzes vor. Wichtig sind dabei vor allem die Anwendungsfelder in der Pflegepraxis, die von den Partnern in Projektgruppen erarbeitet wurden. Die ersten drei Projektideen wurden durch einen kurzen Pitch vorgestellt und in Arbeitsgruppen weiter ausformuliert.

 

Die ersten drei Anwendungsfelder für die Praxis

Eine der drei Projektgruppen, unter ihnen Prof. Reinhard Gerndt, Ostfalia Hochschule und Tiemo Böhm, AWO stellten ihr Projektvorhaben im Bereich der Robotik vor. Ziel ist der Einsatz des Service-Roboters Cruzr für das Besucher- und Empfangsmanagement in Pflegeeinrichtungen untersützt, was gerade in Zeiten der Corona-Pandemie einen hohen Nutzen mit sich bringt. Die Programmierung kann mit der Bereitstellung der Robotik Hardware direkt beginnen. Die Vorbereitung von der Softwareseite läuft bereits bei beiden Partnern.

Eine zweite Gruppe möchte Robotik für Transportprozesse im stationären Bereich und im Bereich des Service-Wohnens einsetzen. Dabei fanden sich Robotikexperten der Uni Hannover und des Service-Dienstleisters MyHilda sowie auf Anwenderseite Vertreter aus der Pflegewirtschaft vom DRK zusammen. Die Projektidee befindet sich in der Entwicklungsphase.

Im Bereich der Augmented Reality Brille für die Pflege legte die dritte Gruppe aus Teilnehmern von TU Clausthal, Pflegedienstleister Bettina Harms, DEJ Technology und Medifox ihren Fokus auf den Nutzen der Technologie in fordernden Pflegesituationen, sowie bei der Wissensvermittlung für komplexe Pflegeaufgaben.

 

Nächste Schritte


Bei der finalen Technikentscheidung, die beim Pflegeroboter auf den CRUZR fallen wird, ist bei den Pflegebrillen noch eine weitere Abstimmungsrunde bei den Anwendern nötig. Diese erfolgt in einer AG-Gruppe mit regelmäßig Arbeitsgruppensitzungen. Nach der Anschaffung der Technologie und der beginnenden Erprobungsphase der ersten Projekte wird die Metropolregion in den kommenden Wochen weitere Projekttreffen organisieren, um die richtigen Partner zusammenzuführen und weiter zu begleiten. Zwischen den Arbeitsgruppen sollen auch Überschneidungen und Synergien genutzt werden, um eine genauere Identifikation der Mehrwerte des Produktes oder der Dienstleistung möglich zu machen.

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