Bund soll öffentliche Flotten, Taxen und Carsharing fördern. Sonderprogramm für Lieferverkehr und Mikromobilität

Ende Juni 2019 läuft die Kaufprämie für Elektroautos aus. Für Elektroautos erhalten Käufer einen Umweltbonus von 4.000 Euro, der hälftig vom Bund und hälftig von den Herstellern gewährt wird. Laut Medienberichten erwägt der Bund, die Verlängerung des Programms; zumal von den bereitgestellten 600 Millionen Euro erst 134 Millionen Euro abgeflossen sind.

Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion hält eine Veränderung der Förderpolitik für sinnvoll:

Angesichts des geringen Angebotes an Elektroautos hat die Prämie keine Wirkung gezeigt. Auch oh-ne die staatliche Hilfe wären nicht weniger Elektroautos verkauft worden. In der öffentlichen Wahrnehmung der Elektromobilität wirkt die Prämie sogar kontraproduktiv. Es entsteht der Eindruck, der Staat müsse in den Markt eingreifen und die Menschen zum Kauf der ökologisch besseren Fahrzeuge anleiten. Die Massenproduktion von Elektroautos hat gerade erst begonnen. Bei vielen Herstellern steht sie sogar erst noch bevor. Dann werden sich Elektroautos auch wegen ihrer Kostenvorteile durchsetzen.

Aktuell wäre es sinnvoll, der Bund würde die nicht verausgabten Millionen für eine gezielte Förderung der Elektromobilität in öffentlichen Flotten, für Taxen und für CarSharing-Autos verwenden. Hier kann schnell die größte Umweltwirkung erzielt und Mitnahmeeffekten entgegengewirkt werden. Weitere wichtige Förderbereiche stellen die Logistik sowie die Mikromobilität dar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Plug-In-Hybrid-SUV’s einen Umweltbonus gewährt und elektrische Leichtfahrzeuge von der Förderung ausgeschlossen werden.

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg engagiert sich seit Jahren in der Förderung der Elektromobilität. Sie betreibt eine der größten kommunalen Elektroautoflotten in Europa und berät Kommunen und Organisationen bei der Elektrifizierung von Fuhrparks.

Bildquelle: (c) Scheffen_Volkswagen Nutzfahrzeuge

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