Die Auswertung der Health Innovation Hub (hih)-Umfrage, um Patientenbedürfnisse neu denken, zeigt auf, welche digitalen Anwendungen sich chronisch kranke Patienten wünschenDer hih des Bundesministeriums für Gesundheit hat Ende 2020 knapp 3000 PatientInnen befragt, viele davon mit dem chronischen Fatigue-Syndrom. Aus den Antworten sollen Ideen für digitale Anwendung entstehen, die im Rahmen der Digital Medicine Week des Hubs Ende Februar weiter ausgearbeitet werden, um potenzielle EntwicklerInnen einen Nährboden zu bieten. Durch eine Fachjury wurden 12 Vorschläge für eine Ausarbeitung bestimmt. In der Rubrik chronische, nicht-seltene Erkrankungen wurde für die Idee einer digitalen Sportanwendung für Typ-1 Diabetes-Patienten gevoted, die mittels KI die zusätzliche BE-Aufnahme in Abhängigkeit von der Trainingsintensität berechnet. Rheumatisch erkrankte PatientInnen wünschten sich ein digitales Schmerztagebuch, das mit dem ärztlichen Personal geteilt werden kann. Der „Toiletten-Stadtplan“ schaffte es in der Rubrik der chronisch selten(er)en Erkrankungen in die Endauswahl. PatientInnen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und/oder Dickdarmstoma wünschten sich darüber hinaus eine Community App, die in Begleitung durch medizinisches Personal Hilfe zur Selbsthilfe bietet und einen Cortison-Pen, ähnlich zum Insulin-Pen zur einfachen Verabreichung. PatientInnen mit dem chronischen Fatigue Syndrom gaben ebenso den Wunsch nach einer digitalen Anwendung zum Energiemanagement an, die es ermöglicht, die eigenen Grenzen besser aufzuzeigen und Muster zu erkennen, um beispielsweise per Smartwatch Warnzeichen einer Überanstrengung zu identifizieren. Die weiteren Ideen können in der Umfragenauswertung eingesehen werden. 

Quelle: Philipp Grätzel für E-Health: https://e-health-com.de/details-news/der-digitale-patient-was-will-der-eigentlich/
Foto: hih
 

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