SORMAS ab sofort flächendeckend in Bayern im Einsatz
Im Zuge weiterer Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die bayrische Staatsregierung den sofortigen und verpflichtenden Einsatz von SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) in seinen Gesundheitsämtern angeordnet. Das vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in der Metropolregion entwickelte System SORMAS (gesundheIT berichtete) wurde bereits zur Bekämpfung von Epidemien u.a. bereits in Afrika erfolgreich genutzt und für Corona weiterentwickelt. Es kann aktuell für 20 verschiedene Infektionskrankheiten, darunter Ebola, Vogelgrippe, Masern, Meningitis, Pest, Cholera, Tollwut und Milzbrand angewendet werden. In der Corona-Pandemie wird es die Arbeitsprozesse des Gesundheitsamtes erleichtern und effizienter gestalten. Dazu setzt SORMAS an dem Punkt an, ab dem ein Patient und seine Kontaktpersonen identifiziert wurden. Dadurch werden Arbeitsprozesse abgedeckt, die erfüllt werden müssen, nachdem ein Kontakt zu einem Fall erkannt wurde. Bis Jahresende soll SORMAS in 90 Prozent der deutschen Gesundheitsämter zum Einsatz kommen. Andere Länder, wie die Schweiz, Frankreich und weitere Länder haben sich inzwischen für das System entschieden. Ein Erfolg aus der Metropolregion für die ganze Welt.

Niedersachsen wird Teil des deutschen Hochleistungsrechnens
Die Universität Göttingen erhält Fördermittel in Höhe von 72 Millionen Euro. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hat heute die beiden Anträge des Norddeutschen Verbundes für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) mit den beiden Standorten Universität Göttingen und dem Zuse Institut Berlin für eine Förderung ausgewählt. Damit wird Göttingen ein Standort des neu zu gründenden Verbunds Nationales Hochleistungsrechnen (NHR). Rund 20 Millionen Euro davon stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur zur Verfügung. Der Antrag wurde in Göttingen vorbereitet und durch das Rechenzentrum von Universität und Max-Planck-Gesellschaft (GWDG) konzipiert.

Wissenschaftspreis 2020 für Prof. Martina Hasseler von der Ostfalia
Professorin Martina Hasseler ist als herausragende Wissenschaftlerin einer Fachhochschule mit 25.000 EUR mit dem Wissenschaftspreis 2020 vom Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur ausgezeichnet worden. Sie ist seit April 2019 als Professorin für Klinische Pflege an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften tätig. Im März 2020 hat sie außerdem das Amt der Prodekanin an der Fakultät Gesundheitswesen übernommen. Bevor sie 2018 für 15 Monate an das Universitätsklinikum Heidelberg wechselte, war sie bereits seit 2013 an der Ostfalia als Professorin für angewandte Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologische Pflege tätig. Prof. Hasseler beteiligt sich an der Entwicklung von Delegationsmodellen und erarbeitet Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Covid-19-Patienten in Pflegeheimen. Sie engagiert sich erfolgreich für eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung. Die Ostfalia ist außerdem wichtiger Partner beim Projekt InCa 4D Auch beim diesjährigen HealthHacksoll das Thema innovative Pflege eine wichtige Rolle spielen.

E-Patientenakte ist ab 2021 als App verfügbar
Die für alle Krankenversicherten ab dem 1. Januar 2021 verfügbare elektronische Patientenakte (ePA) soll zunächst mit einer Testphase starten. Als bislang größtes IT-Projekt im deutschen Gesundheitswesen mit der Vernetzung von 200.000 Leistungserbringern und bis zu 73 Millionen Versicherten sei die Einführung eine große Herausforderung. Noch nicht zum Start, aber spätestens 2022 soll der volle Funktionsumfang, wie mehr Kontrolle der Patienten über Ihre Gesundheitsdaten erfolgen. Arztbefunde, Röntgenbilder, Impfausweis, Mutterpass, Kinderuntersuchungsheft und Zahnbonusheft sind dann digital abrufbar.

Bildgebung und Diagnose: Intelligenter Lungenultraschall bei Covid-19
POCUS4Covid19 ist eine neuartige Software, die es Ärzten erleichtern soll, bei ihren Patienten den Verlauf einer Covid19-Erkrankung zu überwachen. Dafür wertet die Software festgelegte Indikatoren auf Ultraschallbildern der Lunge maschinell aus und erlaubt so eine einfache Beurteilung. Ein Spezial-Modul verhindert, dass Dritte die dabei erhobenen Bilddaten anders als vereinbart nutzen. POCUS4Covid19 ist ein gemeinsames Projekt der Fraunhofer-Institute IGD und IOSB.

Künstliche Intelligenz soll die Prävention von koronaren Herzkrankheiten unterstützen
Forscherinnen und Forscher des Instituts für Biomedizinische Technik der TU Dresden entwickeln gemeinsam mit 13 europäischen Partnern aus Forschung, Krankenversorgung und medizintechnischer Industrie eine digitale Plattform für die Prognose und Prävention der koronaren Herzkrankheit (KHK). KHK ist eine der häufigsten Todesursachen in westlichen Industrieländern, bei der eine Verengung oder auch Verkalkung von Adern, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, zu erkennen ist. Das Projekt IMELY-Projekt setzt hier an und baut eine patientenzentrierte eHealth-Plattform auf. Unterstützt durch KI soll die TIMELY-Plattform kontinuierlich und zeitnah kardiale Risiken und Komplikationen individuell prognostizieren. Die dadurch möglichen gezielten Interventionen werden das Risiko- und Symptommanagement verbessern. Damit werden die KI-basierten Algorithmen für Datenpräsentationen und Entscheidungsunterstützung integriert.

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