METROPOLREGION. Am Donnerstag, den 25. März 2021 übergab die Metropolregion Hannover, Braunschweig Göttingen Wolfsburg im Rahmen der vom ArL Leine-Weser geförderten InCa4D Entwicklungsplattform den Roboter CruzR an den Projektpartner, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirksverband Braunschweig. Der humanoide Roboter wurde von der Metropolregion für den Einsatz im Innovationsprojekt beschafft und wird, nach ersten Programmierarbeiten im Fachbereich Informatik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, im Projektverlauf für den Einsatz im Besuchermanagement in der Pflegepraxis bei der AWO Braunschweig mit ersten Basisfunktionen weiterentwickelt. Der Workshop zur Praxiseinführung findet Mitte April statt.

Im Zentrum des Projekts InCa4D steht die Stärkung der Gesundheitswirtschaft im Themenfeld der Pflege in der Metropolregion. Im Rahmen des Projekts wird ein humanoider Roboter für Pflegeszenarien eingesetzt, die in Workshops gemeinsam mit Pflegekräften, Bewohner*innen und Angehörigen weiterentwickelt werden. „Mit dem CruzR bringen wir innovative Technologie in die Pflege. Das entlastet Menschen und stärkt auch durch die enge Zusammenarbeit der Akteure in unserer Metropolregion langfristig gesehen die Wettbewerbsfähigkeit“, so Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion. Die Pflegeeinrichtungen der AWO Braunschweig dienen als Einsatzort des CruzR. Dort wurde bereits in der Vergangenheit mit Robotik gearbeitet, was die Mitarbeit im Projekt InCa4D Projekt für die Einrichtung besonders spannend macht: „Wir haben als Projektpartner eine unmittelbare Anwendungsmöglichkeit und freuen uns sehr über die Chance, diese mit dem CruzR weiter zu entwickeln“, so Rifat Fersahoglu-Weber, Vorsitzender des Vorstandes des AWO Bezirksverbands Braunschweig.

Zu Beginn soll der Roboter auf Empfangstätigkeiten spezialisiert werden. „Gerade in der akuten Pandemiesituation wollen wir das Eintragen von Infektionen in Pflegeeinrichtungen reduzieren. Der Roboter kann demnach Personen begrüßen, nach einem Coronatestergebnis fragen und sie entweder zum Test-Zimmer oder dem Zimmer des Patienten führen“, so Reinhard Gerndt, Professor für Informatik und Robotik an der Ostfalia Hochschule. Die Wahl fiel auf Standard Roboter CruzR, der bereits in asiatischen Ländern in der Pflege zum Einsatz kommt. Es sei wichtig zu betonen, dass der CruzR keine Pflegekraft ersetzen soll, im Gegenteil: „Bereits jetzt ist bekannt, dass mittelfristig in allen Bereichen Arbeitskräfte fehlen werden, vor allem auch in der Pflege. Uns geht es darum, Pflegende so zu entlasten, dass die menschlichen Aspekte der Pflege wieder in den Mittelpunkt der Tätigkeit rücken. Gewisse Tätigkeiten werden eines Tages nur noch von Robotern erledigt werden. Je eher wir uns auf den Weg machen, desto besser“, so Florysiak. Weitere Funktionen sind bereits in Planung, hier soll es in Richtung Animation, Gesundheitsförderung oder Nachtwache gehen. „Wir haben in der Metropolregion alles, was wir brauchen: den Zugang zu den Pflegeeinrichtungen, den Kontakt zu den Fachkräften, ein sehr gutes Netzwerk und viele Partner an Bord, um das Projekt zu kommerzialisieren“, so Gerndt. Das Projekt sei wichtig für die Zukunft der Pflege, in der der Mensch im Mittelpunkt stehe.

Pressekontakt: Julia Widmer, Unternehmenskommunikation Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH
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