Die Metropolregionen München und Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg starten gemeinsame Initiative
Die zwölf Metropolregionen Deutschlands sollen mehr Europa wagen. Dafür setzen sich die Geschäftsführer der Metropolregion München, Wolfgang Wittmann, und Raimund Nowak, Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, ein. Unter dem Titel Metropolregionen für Europa werden sieben Schritte zur Europäisierung der Organisationen vorgeschlagen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Metropolregionen im Klimaschutz, der Mobilität und der Digitalisierung. Mit drei Regionen in anderen EU-Staaten soll ein enger Arbeitszusammenhang entstehen. Staatliche, regionale und private Initiativen sollen verbunden werden.

Europäische Organisationen in den Regionen
Wesentlicher Bestandteil des Vorschlages der beiden Metropolregionen ist eine Europäisierung ihrer Organisationen. So soll ein laufender Austausch von Personal zwischen den Metropolregionen erfolgen und die Gremien europäischer besetzt werden. Den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bieten die Metropolregionen die Eingliederung von nationalen Organisationen wie Kultur- oder Wirtschaftsfördereinrichtungen an.
Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist in ihrer europäischen Ausrichtung beispielhaft für andere Organisationen. So betreibt sie mit Unterstützung der Botschaft Frankreichs die Antenne Métropole im Netzwerk des Institut français und engagiert sich auf der europäischen Ebene im Bereich der Elektromobilität und der Verbindung von Verkehrs- und Energiewende.

Dialog mit den neuen EU-Parlamentariern
Die Geschäftsführer Wolfgang Wittmann und Raimund Nowak legen ihre Vorschläge auch mit Blick auf die neue Wahlperiode des EU-Parlaments und den zu erwartenden grundlegenden Reformen der Europäischen Union vor. Nach der Wahl werden sie allen gewählten Mitgliedern ihren Vorschlag übermitteln und setzen auf einen konstruktiven Dialog mit allen Akteuren, denen Europa am Herzen liegt. Keinesfalls sollte das Thema Europa nach den Wahlen wieder auf eine hintere Stelle in der Aufmerksamkeitsskala verschwinden.

Wittmann und Nowak:
Es lohnt sich, das Erreichte in der EU zu verteidigen. Für die notwendige Weiterentwicklung bedarf es allerdings neuer Ideen und konkreter Maßnahmen. Dabei ist sicher: Das Neue muss sich in Tempo und Mut vom Alten  unterscheiden.

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