Mit rund 100 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft hat Ende Juni der Clausthaler Kongress für Bergbau und Rohstoffe Mining 2018 stattgefunden. Wie schon bei vorangegangenen Veranstaltungen dieser Art präsentierte der Lehrstuhl für Tagebau und Internationaler Bergbau um Professor Hossein Tudeshki aktuelle Forschungsergebnisse.

„Im Schwerpunkt Forschung und Entwicklung war ich persönlich stets bemüht, meine Tätigkeit der Lösung technologischer Aufgabe im Bergbau unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu widmen.” Dies unterstrich Professor Tudeshki zu Beginn des Kongresses in der Aula Academica der TU Clausthal.

In der Folge stellten er und sein Team beispielsweise das Projekt „Effektive Staubbekämpfung im Bau und Tagebau” vor. Das Problem: An Baustellen und im Tagebau kommt es insbesondere durch Lkw-Massentransporte auf unbefestigten Fahrbahnen zu Staubemissionen. Der Lösungsvorschlag: Zum Schutz gegen den gefährdenden Feinstaub soll ein (teil-)automatisiertes System zur Staubmessung und Staubniederschlagung entwickelt werden, das – so der innovative Ansatz – direkt in die Staubverursacher, also die Transportfahrzeuge, integriert wird: Sie werden mit Staubmesstechnik, Wassertank und einer Einrichtung zur Wasserbedüsung ausgestattet, die die Staubentwicklung verringert.

Das Projekt wurde im Themenblock „Sicherheit und Umweltschutz” präsentiert. Daneben gab es Fachvorträge in vier weiteren Themenfeldern: „Nachhaltigkeit und Rohstoffeffizienz”, „Sensorbasierte Steuerung und Überwachung von Aufbereitungsanlagen”, „Materialdetektion und Qualitätsoptimierung” sowie „Modellierung und Simulation”. Alle Forschungsvorhaben beinhalteten moderne Methoden der Digitalisierung.

Viele der Gäste nutzten den Kongress auch, um Professor Tudeshki zu dessen rundem Geburtstag zu gratulieren. Moderatorin Gabriele Schulz (gsz-Fachpressebüro) hatte zu Beginn die Vita des Clausthaler Wissenschaftlers umrissen. 1982 aus dem Iran nach Deutschland gekommen, studierte Hossein Tudeshki Bergbau an der RWTH Aachen, an der er auch promoviert wurde und sich habilitierte. 2001 wurde Tudeshki an der TU Clausthal zum Universitätsprofessor ernannt. In der Lehre, die den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst wurde, bringt er sich in die Studiengänge „Energie und Rohstoffe” (rund 300 Studierende) und „Mining Engineering” (etwa 70) ein. In der Forschung intensivierte er die Zusammenarbeit mit der Industrie und den interdisziplinären Austausch. Die Innovationsstärke seines Teams am Institut für Bergbau wird durch sechs Forschungspreise in 17 Jahren widergespiegelt. So erhielt er zum Beispiel den Bauma-Innovationspreis für den akustischen Geo-Scanner, mit dem Baugrund und Lagerstätten effektiv und professionell erkundet werden können, und wurde in der Kampagne „Deutschland – Land der Idee”, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ausgezeichnet.

 

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Foto: Ernst