In dieser Befragung hat sich eine Mehrheit für eine Impflicht für Pflegefachpersonen ausgesprochen. Befragungen wie diese sind nur Momentaufnahmen. Diese wurde in Mitten einer tendenziösen Berichterstattung durchgeführt. Die besagte DIVI-Erhebung zur Impfwilligkeit von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachpersonen hat aus wissenschaftlicher Sicht keine Aussagekraft. Trotzdem wurde sie zur Grundlage genommen, um in allen Medien und in Politik pauschal den Pflegefachpersonen Impfunwilligkeit zu attestieren und als unmoralisch handelnde Berufsgruppe zu bezeichnen. Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Wir wissen nicht, wie sich die Impfwilligkeit tatsächlich verhält. Mein Aufruf auf Twitter hat gezeigt: die Pflegefachpersonen, die sich impfen lassen konnten, haben sich impfen lassen. Andere können sich nicht impfen lassen, weil es zu wenig Impfdosen gibt. Andere Erhebungen weisen daraufhin: Es gibt eine hohe Impfwilligkeit bei Pflegefachpersonen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Sie liegt überwiegend zwischen 75% bis 100%. Es ist viel wichtiger zu fragen: Welche Informationen benötigen Berufsgruppen und Menschen, um die Impfung zu verstehen? Wie können Impfskeptiker informiert werden? Wie können Gesundheitskompetenzen erweitert werden? So werden die Erfolgschancen höher, eine hohe Impfbeteiligung zu erreichen.

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