Das Horizon 2020-Projekt INTERVENE ist ein Zusammenschluss des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) mit 16 weiteren Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, neue Methoden und Verfahren für die Prävention, Diagnose und personalisierte Behandlung zu entwickeln, evaluieren und in die Praxisanwendung zu bringen. Dazu sollen KI-basierte Technologien auf einen Pool von genomischen Gesundheitsdaten angewendet werden, um so statistische Vorhersagen zum individuellen Erkrankungsrisiko und Verläufen von Volkskrankheiten zu machen. Die so genannten genetischen Risiko-Scores sollen im Rahmen des INTERVENE Projektes verbessert werden, da diese eine bedeutende Rolle in der Verlängerung der Lebenserwartung in der EU spielen könnenIm ersten Schritt sollen neuartige KI-Verfahren entwickelt werden, um die genetischen Scores durch neuronale Netzwerkarchitekturen zu verbessern. Es werden klinische Labormessdaten mit den genetischen Scores integriert, um leistungsfähige Vorhersagen treffen zu können. Im Fokus stehen dabei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ 2 Diabetes und Brustkrebs. Test-Anwendung werden die KI-Verfahren in Kliniken in Finnland, Estland und Italien finden. Außerdem wird in diesem Rahmen eine neue europäische Plattform aufgebaut, die die Berechnung genetischer Risiko-Scores ermöglicht und diese als Standard in der klinischen Forschung und Praxis zu evaluieren. INTERVENE bringt führende Wissenschaftler aus den Bereichen KI-Methodenentwicklung, Biobanken, klinischer Forschung, IT-Infrastrukturen und ethischerrechtlicher und gesellschaftlicher Auswirkungen in Europa und darüber hinaus zusammen, um die personalisierte Medizin voranzutreiben. Das Projekt wird mit 10 Millionen Euro durch das Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union gefördert.  

Quelle: Pressemitteilung Hasso-Plattner-Institut
Abb.: HPI
 

 

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