Deutsch-japanisches Hochschulnetz HeKKSaGOn geht in zweite Kooperationsphase

 

Das deutsch-japanische Hochschulnetzwerk HeKKSaGOn geht in die zweite Runde: Auf dem sechsten Rektorentreffen an der Universität Osaka in Japan zogen die Partneruniversitäten eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit. Gleichzeitig formulierten sie Ziele für die kommende Kooperationsphase, in der sie die gesellschaftliche Relevanz der Wissenschaft und die Arbeit des Netzwerks insgesamt sichtbarer machen wollen. In dem 2010 gegründeten Verbund haben sich die Universitäten Göttingen und Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit drei der führenden Hochschulen in Japan, den Universitäten Kyoto, Osaka und Tohoku, zusammengeschlossen.

Unter dem Motto „Enhancing social impact and visibility through the next phase of collaboration“ stellten die sechs Universitätsleitungen die Bedeutung des Netzwerks für die eigene Universitätsstrategie vor und diskutierten die künftige Entwicklung. Parallel dazu trafen sich rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den neun bestehenden interdisziplinären Arbeitsgruppen. Die Themenfelder reichen von den Lebens- und Naturwissenschaften über die Geistes- und Sozialwissenschaften bis hin zu den Neurowissenschaften, der Robotik, Mathematik und Data Science. Darüber hinaus wurde auf der Konferenz eine zehnte Arbeitsgruppe zum Thema Erneuerbare Energien gegründet. Eine Arbeitsgruppe von 18 Studierenden, darunter fünf aus Göttingen, präsentierte Ideen und Vorschläge, wie die HeKKSaGOn-Partner zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beitragen könnten, und lieferte damit wertvolle Impulse für die künftige Ausrichtung des Netzwerks.

„Die interdisziplinäre Forschung im HeKKSaGOn-Netzwerk ist eine hervorragende Voraussetzung, um die globalen Herausforderungen bearbeiten zu können, vor denen wir stehen“, erklärte die Göttinger Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Da es für diese Fragen keine schnellen Lösungen gibt, bedarf die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in zwei geografisch so weit voneinander entfernten Ländern eines äußerst stabilen Netzwerks.“

Neben dem Ausbau der gemeinsamen Forschung bleibt der Austausch von Studierenden ein profilbildendes Merkmal des Netzwerks. „Seit der Gründung der Partnerschaft im Jahr 2010 haben mehr als 1.500 Bachelor-, Master- und PhD-Studierende an Austauschprogrammen, Workshops und Sommer- oder Winterschulen teilgenommen“, erläutert Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen. „Diese internationalen Erfahrungen unterstützen die Karriereentwicklung der jungen Menschen und bereiten sie optimal auf die Arbeit und das Leben in einer globalisierten Welt vor.“

 

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Foto: Universität Osaka