Graduiertenakademien sind zu einem wesentlichen Instrument zur Qualitätssicherung von Promotionsverfahren geworden. Sie dienen vor allem dazu, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. An der TU Clausthal ist Anfang 2017 eine Graduiertenakademie eingeführt worden. Seit Oktober ist Dr. Jacqueline Leßig-Owlanj als Geschäftsführerin der neuen Einrichtung tätig.

„Ziel der Graduiertenakademie ist es, fach- und fakultätsübergreifend die Qualität von Promotionen zu fördern. Das ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Forschungsaktivitäten unserer Universität”, betont Professor Alfons Esderts als zuständiger Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer. Dank der Graduiertenakademie nehme die Attraktivität einer Promotion an der TU Clausthal zu. Zudem werde die Internationalisierung der Doktorandenausbildung durch die Einrichtung gestärkt.

Aufgabe der Graduiertenakademie ist es, im Zusammenspiel mit den Fakultäten und Promotionskollegs, bereits vorhandene Qualifizierungsangebote zusammenzuführen bzw. weitere Angebote auszugestalten. Wer an der Universität im Oberharz promoviert, ist automatisch Mitglied in der Akademie. Neben Promovierenden richtet sich das Angebot an Postdoktorandinnen und -doktoranden sowie Juniorprofessorinnen und -professoren. Die Zielgruppe wissenschaftlicher Nachwuchs umfasst an der TU Clausthal mehrere Hundert Personen.

„Inhaltlich basiert das Qualifizierungsangebot der Graduiertenakademie auf zwei Säulen: der Kompetenz- und der Karriereentwicklung”, erläutert Dr. Leßig-Owlanj, die zuvor als wissenschaftliche Projektmanagerin im Exzellenzcluster „Hearing4all” an der Universität Oldenburg beschäftigt war. Beim Erweitern der Kompetenzen stehen wissenschaftliches Arbeiten, Führungsaufgaben und Management sowie Kommunikation und Präsentation im Fokus. In Bezug auf die Karriere werden die wissenschaftliche Laufbahn, alternative Karrierewege (Wirtschaft, Wissenschaftsmanagement, Wissenschaftskommunikation) und die Existenzgründung thematisiert.

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Bild: Möldner, privat

Clausthal-Zellerfeld, 05. Dezember 2017