Metropolregion diskutierte über Belebung der Städtepartnerschaften

 

Am 3. September hatte die Antenne Métropole im Rahmen der Metropolversammlung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg zur Diskussion zum Thema Städtepartnerschaft und Europa eingeladen.

Nach einer starken Eröffnungsrede des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Celle, Dr. Martin Biermann und dem Generalkonsul der Italienischen Republik, Giorgio Taborri, haben die Teilnehmer des Podiums die vielseitige Lage der Städtepartnerschaften zwischen Kommunen der Metropolregion und europäischen Städten dargestellt.

Das erste Podium beschäftigte sich mit den bilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland. Nathalie Guégnard, Stellv. Kulturattachée der Französischen Botschaft Berlin betonte das Engagement der Botschaft für die Erneuerung der Partnerschaften zwischen beiden Ländern. Es sei und bleibt ein wesentliches Instrument der Friedenspädagogik. Günter Heinisch, Leiter des Referats für Internationales der Stadt Salzgitter berichtete von einer engagierten und lebendigen Städtepartnerschaft mit der französischen Kommune Créteil. Der Junior-Botschafter des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Konrad Wetze, erklärte, in welchen Städten die Organisation mit verschiedenen Programmen Jugendliche finanziell unterstützt.

In einer weiteren Runde wurden andere Formen der Partnerschaften in Europa präsentiert

Marianne Weiland vom Partnerschaftsvereins Bad Pyrmont/Anzio (Italien) setzt auf Jugendaustauch im Sport und Musikbereich, aber auch auf Workshops über Europa und Integration (im Rahmen des Europäischen Programms Europe for citizens).

Rüdiger Wockenfuß, zuständig für die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Gifhorn und Korssun in der Ukraine, engagiert sich in der Partnerschaft für die Entwicklungsarbeit (Projekt „Sauberes Wasser“ für Korssun) mit Unterstützung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Geschäftsführerin des Vereins Kommunen in der Metropolregion, Sabine Flores, hat die Zusammenarbeit im Bereich Ausbildungsmobilität im Rahmen der langjährigen Beziehungen zu spanischen Stadt Valladolid erörtert. Eine weitere Facette der Partnerschaftsarbeit hat Brigitte Fischer, aktives Mitglied im Deutsch-Polnischen Kulturkreis Celle/Kwidzyn, mit einem fast 10-Jährigen Kunstprojekt mit Jugendlichen dargestellt.

 

Die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages Ulrich Watermann (SPD), Veronika Koch (CDU), Jan-Christoph Oetjen (FDP), Dragos Pancescu (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) waren sich in der anschließenden Diskussion einig, dass die Städtepartnerschaften in allen ihren Formen noch zeitgemäß sind und mit Blick auf die Europawahl im Mai 2019 noch eine wichtige Rolle spielen können. Themen wie die Vernetzung der Partnerschaften, Komitees und Vereine sowie weniger Bürokratie für europäische Projekte im Rahmen der Partnerschaftsarbeit sind von allen Abgeordneten betont/erwähnt worden.

Die 2-stündige Diskussion leistete einen starken Beitrag zu mehr Europäischer Integration in der Metropolregion.

 

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Bilder: Laure Dréano-Mayer