Verkehrsclub Deutschland tagt in Hannover

HANNOVER, 29. November 2018.- Am heutigen Tage fand der 9. Mobilitätskongress des Verkehrs Club Deutschland in Hannover statt. Rund 80 Personen aus Verbänden und Verkehrsinitiativen aus ganz Niedersachsen diskutierten über die Möglichkeiten, die Verkehrswende in Niedersachsen voranzutreiben; ein Beratungspunkt war die Elektromobilität. Zu diesem Thema eröffnete Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, die Veranstaltung. Nowak forderte eine Verbreiterung der E-Mobilitätsstrategie in Richtung Bus- und Lieferverkehr. Die Konzentration auf das Auto habe der Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland eher geschadet. So benötige die Zielformulierung der einen Million Elektroautos dringend der Ergänzung bei Bussen, Nutzfahrzeugen, Cargobikes, Scooter und autonom fahrender Kleinbusse. Damit würde dokumentiert werden, dass die Mobilitätswelt multimodal sein könnte.

Mehr Kommunikation – Proteste in Frankreich eine Warnung

Mit Blick auf die Proteste der gelben Westen in Frankreich forderte Nowak eine intensive Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern, die nicht an Fachkongressen teilnehmen. Ihnen müsse man die Vorteile neuer Mobilitätskonzepte und lokal emissionsfreier Fahrzeuge erläutern. Zudem sei den Menschen zu erklären, dass der Umbau der Fahrzeugindustrie in Richtung Elektromobilität wirtschaftlich vernünftig ist. Auch unabhängig von allen Klimadiskussionen bewegen sich die globalen Wachstumsmärkte in Richtung Elektroantriebe. Nowak: „Wer den Menschen einrede, sie bräuchten sich nicht auf einen Wandel einstellen, schadet diesem Land. Ein Deutschland ohne international wettbewerbsfähige Fahrzeugindustrie ist nicht das Deutschland, das wir kennen.“

Auf dem Kongress hielt der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, eine Rede zu den aktuellen Themen der Verkehrspolitik in Niedersachsen.