Am 27. März ist es so weit: rund um den Globus setzten Menschen, Städte und Unternehmen ein Zeichen für den Klimaschutz und schalten von 20.30 Uhr – 21.30 Uhr für eine Stunde das Licht aus. Ob zuhause, an öffentlichen Gebäuden, Denkmälern, Wahrzeichen, Kirchen oder in der Unternehmenszentrale heißt es #LICHT aus, #KLIMASCHUTZ an. Im Kern der Earth Hour steht diese Idee: 60 Minuten Dunkelheit – damit anderen ein Licht aufgeht. Egal wo auf der Welt, jede*r kann sich mit der Earth Hour 2021 für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz aussprechen! Vorrangig geht es bei der Earth Hour um symbolischen und friedlichen Protest zu zeigen und damit mehr Einsatz von Politik und Wirtschaft für den Umwelt- und Klimaschutz zu fordern. In 2020 folgten Millionen Menschen aus 190 Ländern der Earth Hour, auch 373 Städte, hunderte Unternehmen und Geschäfte sowie tausende Privathaushalte schlossen sich an. Zur interaktiven Karte der Teilnehmenden Orte in 2021 geht es hier https://www.wwf.de/earth-hour

Im Zuge des Earth Hour blicken wir heute in die Kommunen der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Wo geht überall das Licht aus, warum sollte man an der Earth Hour teilnehmen und was braucht es das ganze Jahr über für den Klimaschutz? Wir haben nachgefragt!

Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover nimmt in diesem Jahr zum achten Mal an der Earth Hour des WWF teil. Am 27.03. wird für eine Stunde die Außenbeleuchtungen an verschiedenen öffentlichen Gebäuden, Kirchen und Museen in Hannover abgeschaltet, darunter: das neue Rathaus am Trammplatz, die Marktkirche, Kröpcke-Uhr, Oper, Stadtbibliothek. Außerdem sind große Unternehmen in Hannover direkt eingeladen sich an der Aktion zu beteiligen. In diesem Jahr zugesagt haben u.a. der Zoo Hannover, VW Nutzfahrzeuge (VW Tower am Bahnhof), Continental, Sparkasse Hannover und die Region Hannover. Darüber hinaus nehmen unter anderem folgende Institutionen teil: August Kestner Museum, Ricoh Deutschland GmbH, Zoo Hannover, VW Nutzfahrzeuge, Continental, Sparkasse, Region Hannover, Theater am Aegi, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

„Mit der Earth Hour haben wir als Kommune die Möglichkeit, ein deutliches und sichtbares Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz und einen bewussteren Umgang mit Energie zu setzen“ Belit Onay, OB Hannover.

Die Anlaufstelle für die Earth Hour ist das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro (@nachhaltigkeitsbuero.lhh)

Göttingen

Die Stadt Göttingen beteiligt sich zum 4. Mal an der EarthHour. In Göttingen wird an diesem Samstag Jahr wieder der grüne Gauss-Weber-Telegraf-Laser von Measurement Valley seine tägliche Sendung unterbrechen. Auch der blaue 4-Kirchen-Laser wird an diesem Tag extra um 20 Uhr eingeschaltet, dann von 20:30 bis 21:30 Uhr demonstrativ aus- und danach noch einmal für 30 Minuten eingeschaltet – und zwar auf alle 4 Kirchtürme im Dauerlicht. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler betont jedoch: „Das Wissen allein über den Klimawandel ist nicht der ausschlaggebende Faktor auch klimabewusst zu handeln. Darum ist es wichtig, Klimawissen kombiniert mit Klimahandeln zu kommunizieren. Was kann jede*r einzelne tun? Was können wir als Kommune tun?“

Göttingen bietet im Rahmen der jährlichen Klimaschutztage vielen Initiativen Akteur*innen die Möglichkeit, ihr Engagement und ihre Arbeit darzustellen, die Dringlichkeit deutlich zu machen und zum Handeln aufzurufen. Dazu finden Wirkshops, Führungen, Expert*innen-Vorträge und viele weitere Aktionen statt, die zum Mitmachen und Nachmachen anregen. In diesem Jahr finden die neunten Klimaschutztage vom 18.06.-29.06. statt. Mehr zum Klimaschutzengagement in Göttingen unter: klimaschutz.goettingen.de

 

Braunschweig

Die Stadt Braunschweig nimmt in diesem Jahr zum 8. Mal in Folge an der Earth Hour teil.

Das #LICHT geht dafür unter anderem an folgenden Gebäuden aus: Altstadtrathaus, Rathaus Altbau, Schloss-Quadriga, Torhäuser (Helmstedter Straße), Brunnen Kohlmarkt, Spiegelbrunnen (Ritterbrunnen), Christussäule, Braunschweiger Dom, Katharinenkirche, Gauss-Denkmal.

Stadtrat Holger Herlitschke betont: „Jede Kommune ist gehalten, ihre eigenen Tätigkeiten im Fokus des Klimaschutzes zu prüfen und weiterzuentwickeln sowie bei ihren Bürgern zu fördern. Ein weitergehender Austausch in der Metropolregion kann über best-practise-Maßnahmen Anregungen geben und über eine dadurch gestärkte Harmonisierung die Schlagkraft stärken.“

 

 

Wolfsburg

Die Stadt Wolfsburg nimmt seit 2011 jährlich an der EarthHour teil und schaltet in diesem Jahr das die Beleuchtung unter anderem an folgenden Gebäuden aus: Rathaus, Sharoun Theater, phaneo, Planetarium, Schloss Wolfsburg, Schloss Fallersleben, Autostadt, Hallenbad, VWL Wolfsburg (VW Arena, AOK Stadion, VfL-Center).

Was braucht es das ganze Jahr über, um den Klimaschutz zu stärken?

Dazu Daniel Kern vom Umweltamt Wolfsburg: „Der Regionalverband hat mit dem  Masterplan 100 % Klimaschutz aufgezeigt, wie wir die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 erreichen können. Es zeigt aber auch, dass für die Zielerreichung große Anstrengungen notwendig sind und jede*r einzelne Kommune, Institution und Bürger*in einen Beitrag leisten muss. Es bedarf konkreter Konzepte, Fördermittel und Maßnahmen in allen Handlungsfeldern (Privathaushalte, Gewerbe, Verkehr, usw.), um kontinuierlich Energie und CO2 einzusparen. Hierfür muss auch das Bewusstsein für Klimaschutz in der Öffentlichkeit gestärkt werden.“

 

Hildesheim

Die Stadt Hildesheim ist zum 10. Mal bei der Earth Hour dabei. Dazu wird die Beleuchtung des Rathauses abgeschaltet. Die Stadt ruft alle Bürger*innen, Unternehmen und Institutionen dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. „Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche unseres Lebens tangiert. Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für Klimaschutz sind entscheidende Bausteine, um die Dringlichkeit unseres Handelns zu verdeutlichen“, sagt Dr. Helge Miete aus dem OB Büro. „In der Metropolregion haben wir die Chance, uns gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen. Es gilt, das Netzwerk zu nutzen, um die große Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten für eine klimafreundliche Zukunft in die Städte und Gemeinden der Region zu tragen“, so Miethe weiter.

Warum sollte man als Stadt, Unternehmen und Privatperson an der Earth Hour teilnehmen?

Dazu Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer: „Nicht erst seit der Fridays for Future-Bewegung ist der Klimaschutz eines der wichtigsten Themen der Gegenwart. Wir alle tragen dafür eine Verantwortung und können einen Beitrag dazu leisten – nicht nur während der Earth Hour, sondern vor allem darüber hinaus. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich auch in Hildesheim ganz viele Menschen, Institutionen und Unternehmen an der symbolträchtigen Aktion beteiligen und ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.“

Bildnachweise: WWF Deutschland

X