BRAUNSCHWEIG. Die Initiative „eHealth.Metropolregion“ hat ihren Dialog zur Digitalisierung in Gesundheit und Pflege in Braunschweig erfolgreich fortgesetzt. Über 50 Experten aus dem regionalen Gesundheitswesen nutzten die „Impulse zum Feierabend“ im Haus der Wissenschaft für einen Austausch über die Chancen von eHealth-Lösungen.

 

Beispiele dafür, wie digitale Anwendungen die Prävention und Therapie verbessern können, kommen auch aus der Metropolregion. Prof. Dr.-Ing. Michael Prilla von der TU Clausthal stellte die „Pflegebrille“ vor, die Pflegenden in komplexen Situationen durch Anleitung per Augmented Reality oder Videotelefonie helfen soll. Die mobile Begleitung für pflegende Angehörige per App, Fitness-Apps und die vernetzten Versorgung in der psychiatrischen Behandlung waren das Thema von Dr. Nils Hellrung von der symeda GmbH. Prof. Dr. Sandra Verena Müller und Prof. Dr. Ina Schiering von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften präsentierten einen Projektansatz zum Einsatz mobiler Endgeräte in der Rehabilitation von Patienten mit exekutiver Dysfunktion. Einen anderen Ansatz verfolgt der „Mobility Monitor“, der in Verbindung mit einer diskreten Messeinheit unter der Matratze den Pflegebedarf ermittelt und so Dekubitus und Stürze vermeiden kann sowie zu einem gesunden Schlafverhalten beiträgt. Seit drei Jahren wendet Pflegedienstleisterin Erika Reimer und ihr Team vom ambet e.V. die Lösung der Schweizer compliant concept AG an – und hat dadurch mehr Zeit für andere Aufgaben. Prof. Dr. Michael Marschollek und Dominik Wolff vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik stellten „MoCaB“ („Mobile Care Backup“) vor – ein  mobiles Assistenzsystem, das Angehörigen pflegerisches Wissen situations- und zielgruppenspezifisch zur Verfügung stellt. Die technologische Basis bilden mobile Sensoren zur Positionsbestimmung. Impulse, die zu angeregten Diskussion auch in der begleitenden Ausstellung führten. Der Dialog soll im Herbst fortgesetzt werden.

 

Links:

 

X
X