Eines der zentralen Themen in den kom­menden fünf Jahren in Niedersachsen soll die Digitalisierung, vor allem im Gesundheitsbereich, sein. „Wir sehen in der Digitalisierung große Potenzi­ale, um das Gesundheitssystem effektiver zu machen und wollen dies durch die Förde­rung von Modellprojekten mitgestalten. Der Nutzen für die Patientinnen und Patienten sowie der Schutz der persönlichen Daten stehen für uns an erster Stelle. Konkrete Ansätze sehen wir bei dem Einsatz einer einheitlichen und vernetzten elektroni­schen Patientenakte, um alle relevanten Informationen für die Behandlung der Patientinnen und Patienten verfügbar zu halten sowie den Potenzialen der Teleme­dizin, die in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird, vor allem bei der Vernetzung und Versorgung im ländlichen Raum. Wir werden in diesem Themenfeld einen breiten Dialog zwischen Praxis, Wissenschaft und der Öffentlichkeit anstoßen“, so der Vertrag, den die beiden Landesvorsitzen­den Stephan Weil (SPD) und Dr. Bernd Althusmann (CDU) in der vergangenen Woche vorstellten. Ein wichtiger Bestandteil der neuen „Digitali­sierungsstrategie“ des Landes ist zudem die Digitalisierung der Universitätsmedizin in Göttingen und Hannover. Sie soll nicht nur die Krankenversicherung, sondern auch die Telemedizin sowie die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten und weiteren Fachkräften in den Gesundheitsberufen umfassen. Die Gesundheitsbranche soll aber auch im Fokus breiter angelegter Maßnahmen sein: Um sie soll sich explizit das neu zu schaffende „Kompetenzzentrum für Digitalisierung“ kümmern. Profitieren wird der Bereich zusätzlich durch den ver­einbarten Ausbau von Studienplätzen rund um Informatik, Big Data, Data Science und Künstliche Intelligenz.

„Wir erhoffen durch die vereinbarten Maß­nahmen der neuen Landesregierung einen zusätzlichen Schub für die Entwicklung der ‚Gesundheit 4.0‘ in der Metropolregion und darüber hinaus. Mit unserer Initiative ‚eHealth.Metropolregion‘ haben wir hierfür bereits eine zukunftsweisende Grundlage gelegt“, kommentierte Metropolregions-Geschäftsführer Kai Florysiak.

Mit der Zustimmung von SPD und CDU zum Koalitionsvertrag sowie der Wahl von Stephan Weil (SPD) zum Ministerpräsidenten und der Ernennung des Landeskabinetts am Mittwoch haben die beiden Parteien die Grundlage für ihre Zusammenarbeit gelegt.