Der Beauftragte des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur für die Hochschulzusammenarbeit zwischen Niedersachsen und China, Prof. Dr. Thomas Hanschke, der gleichzeitig Vorsitzender des Vereins Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen in der Metropolregion e.V. ist, hat Mitte August die Metropolregion im Deutsch-Chinesischen Forum zur Wissenschafts- und Technologiezusammenarbeit repräsentiert. Die vom Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Wan Gang und Annette Schavan, Wissenschaftsministerin a.D. organisierte Online-Konferenz befasste sich mit der weiteren engen Zusammenarbeit beider Länder, in der vor allem Niedersachsen und die Metropolregion eine besondere Rolle spielen wird.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Universitäten und Fachhochschulen Niedersachsens in ihren Kooperationsbemühungen und begleitet den wechselseitigen Austausch mit großem strategischem Interesse. Die niedersächsischen Hochschulen haben zudem das China-Netzwerk eingerichtet, um die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern in Kultur, Bildung, Forschung und Technologietransfer zu intensivieren und sich über die strategischen Rahmenbedingungen der niedersächsisch-chinesischen Kooperation auszutauschen. Vor diesem Hintergrund sieht sich Prof. Hanschke als Botschafter der niedersächsischen Hochschulen bei den chinesischen Partnern.

Gleich sieben Verträge unterzeichnete Hanschke als Präsident der Technischen Universität Clausthal im Rahmen einer Delegationsreise Ende Mai 2017 mit unserem derzeitigen Ministerpräsidenten Stephan Weil. Es war eine beeindruckende Szene, als sich im Beisein von Ministerpräsident Weil, der damaligen Staatssekretarin und heutigen Landesministerin Birgit Honé und der niedersächsischen Wirtschaftsdelegation im Deutsch-Chinesischen Ökopark in Qingdao die Clausthaler Kooperationspartner versammelten. Mit dabei waren auch Vertreter der Qingdao University, der Qingdao University of Science and Technology und der Qingdao University of Technology. Es begeisterte insbesondere der Hochgeschwindigkeitszug, der Peking mit Shanghai und Jinan mit Qingdao verbindet.

Die Industrienationen stehen vor großen technischen und ökologischen Herausforderungen. Um auf die Veränderungen vorbereitet zu sein und um den Dialog mit China in den gemeinsamen Handlungsfeldern zu intensivieren, wollen die niedersächsischen Hochschulen gemeinsam mit chinesischen Partnerhochschulen ein internationales kooperatives Promotionskolleg implementieren, dessen Forschungsprogramm (u.a. Energie inklusive Wasserstofftechnologien, E-Mobilität und Intelligente Fertigung usw.) sich an den Handlungsfeldern der China-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Deutschland-Strategie des Ministry of Science and Technology (MoST) orientiert. Gemeinsame Entwicklungsprojekte mit der Industrie (z.B. VW, Siemens usw.) sowie Sommer- und Winterschulen ergänzen das Programm. Als Partner konnten bisher die Zhengzhou Universität, die Beihang Universität, die Sichuan Universität und die Anhui Universität gewonnen werden. Das Kick-off-Meeting, das Thomas Hanschke mit dem Präsidenten und dem China-Beauftragten der TU Clausthal, Professor Schachtner und Professor Hou, organisiert, soll Anfang November an der TU Clausthal stattfinden.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die alle zwingt, verstärkt digital zu kommunizieren, verfügen die niedersächsischen Hochschulen über langjährige und umfangreiche Erfahrungen im Umgang und in der Entwicklung digitaler Lehr-/Lerntechnologien und sind über weitflächige Verbundprojekte miteinander vernetzt. Niedersachsen bringt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft exzellente Voraussetzungen mit. Im letzten Jahr feierte die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ihr zehnjähriges Bestehen. Die Metropolregion hat sich als Entwickler, Träger und Partner von innovativen Projekten auf der regionalen, nationalen und internationalen Ebene etabliert. Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg zählt zu den weltweit führenden Gebieten des Fahrzeugbaus. Hier befinden sich der Konzernsitz und die Produktionsstätten der Volkswagen AG und des Automobilzulieferers Continental AG. Alle Interessierten sind eingeladen, aktiv am Forum mitzuwirken.

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