CLAUSTHAL. Über 300 Teilnehmende, darunter Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler, haben die China Woche des China-Kompetenzzentrums der TU Clausthal vom 2. bis 6. November verfolgt. Erstmals lief die Veranstaltung durch COVID19 virtuell. Aus Clausthal-Zellerfeld, ganz Deutschland, den Niederlanden und der Volksrepublik China brachten sich Rednerinnen und Redner in die Videokonferenz zu den Themen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Wissenschaft, Hochschulzusammenarbeit, Industrie 4.0, Big Data und alternative Energiequellen ein. Auch Prof. Thomas Hanschke, seit 2018 Beauftragter des MWK für die Hochschulzusammenarbeit mit China und Vorsitzender des Vereins Hochschulen und wissenschaftliche  Einrichtungen in der Metropolregion e.V. brachte sich inhaltlich ein. Er sieht gute Chancen für die Metropolregion in der Zusammenarbeit mit China zu profitieren.

Chancen für die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in der Metropolregion
Durch die Absichtserklärung bestünde auch im Bereich Digitale Gesundheitswirtschaft eine große Chance für die Metropolregion, zusammen mit Vorreiter China die Gesundheitswirtschaft der Gegenwart und Zukunft mitzugestalten. In der Absichtserklärung für eine Chinesisch-Niedersächsische Allianz für Wissenschaft und Kultur stellen Niedersachsen und China ihre Zusammenarbeit offiziell vor. Vor der Vertragsunterschrift hatte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler die Bedeutung der Kooperation zwischen den beiden Partnern herausgestellt. Viele weltweite Herausforderungen wie beispielsweise die Corona-Pandemie, der Klimaschutz und die Digitalisierung können nur im globalen Miteinander bewältigt werden. Für die internationale akademische Zusammenarbeit seien Kooperationen auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt die Basis. Niedersachsen möchte sich für den Ausbau grüner Wasserstofftechnologien und andere zukunftsweisende Forschungsthemen einsetzen und dabei eHealth-Day Hamburg, 2. Dezember 2020die Zusammenarbeit mit China suchen.

Internationales Promotionskolleg der metropolregionalen und niedersächsischen Universitäten
Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung ist ein internationales Promotionskolleg auf den Weg gebracht worden, das von den niedersächsischen Universitäten Clausthal, Göttingen, Hannover, Braunschweig und Osnabrück sowie den chinesischen Partneruniversitäten Sichuan, Zhengzhou, Beihang und Tongji gemeinsam entwickelt wird. Im Weiteren standen auf der virtuellen Tagung die wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Austausch von Studierenden und der Workshop „Intelligent Manufacturing“ mit Beteiligung des Bundesforschungsministeriums und beispielsweise dem Unternehmen Huawei im Blickpunkt. Konkret sollen folgende Ziele verfolgt werden:

  • Erfahrungsaustausch in Forschung und Lehre
  • Identifizierung gemeinsamer Handlungsfelder
  • Gemeinsame Akquisition von Drittmittelprojekten
  • Vermittlung von China- und Deutschland-Kompetenz
  • Gemeinsame Repräsentanz auf internationalen Messen
  • Gegenseitiger Austausch auf kultureller Ebene
  • Implementierung gemeinsamer internationaler Graduiertenkollegs
  • Durchführung gemeinsamer Master-Studiengänge
  • Förderung des Wissenstransfer in die Wirtschaft
  • Austausch von Gastwissenschaftlern

Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Dipl. Chemiker Chenchao Liu, Geschäftsführer Silreal International UG und China-Experte im Gesundheitswesen.

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