Rettungsinseln für Schulen  –  europäische Kooperation in der Elektromobilität

Hannover, 20.06.2019. – Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur finanziert die Entwicklung umsetzungsfähiger Vorschläge zur Förderung der Elektromobilität in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Knapp 100.000 Euro stehen ab sofort zur Verfügung, um die Verknüpfung von Verkehrs- und Energiewende voranzutreiben.

Einer der Vorschläge ist der Bau von Rettungsinseln an Schulen, Betriebsparkplätzen oder neuen Wohnquartieren.

Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion:
Die Bundesmittel geben uns die Möglichkeit, innovative Ideen schneller in die Realisierung zu bringen. Ein Beispiel ist der Bau von Stationen, die die Produktion und Speicherung von Solarstrom für E-Fahrzeuge sowie die Platzierung von Leihfahrzeugen ermöglichen. Diese Rettungsinseln passen bestens auf Schulparkplätze. Bisher haben sich Schulen dem Thema Elektromobilität nur im geringen Umfang gewidmet. Auch angesichts der Proteste der jungen Menschen gegen die Klimakatastrophe ist es an der Zeit, schnell und wirksam sinnvolle Angebote zu schaffen. Schulen sind die richtigen Orte für zukunftsfähige Lösungen im Verkehrs- und Energiebereich. Wer freitags für Klimaschutz protestiert, sollte am Montag nicht wieder in ein Schulgebäude ohne Solarladestationen zurückkehren.

Erneuerbar – elektrisch – europäisch
Die Kommunen in der Metropolregion hatten bereits im Jahr 2011 das Ziel ausgegeben, den Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität bis zur Jahrhundertmitte vollständig aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Die Metropolregion arbeitet in diesen Fragen eng mit anderen Regionen in Europa  zusammen. So wird  im Rahmen des Bundesprojektes eine Übertragbarkeit auf andere Metropolregionen in Deutschland und in Frankreich überprüft. Zu den   Partnern zählen die Metropolregion Mitteldeutschland und die französische Region Grand EST um die Städte Straßburg, Metz und Nancy.

Beteiligung aktiver E-Mobilisten
Bei der Entwicklung guter Rahmenbedingungen für den Betrieb von Elektrofahrzeugen wird es eine intensive Einbeziehung aktiver E-Mobilisten geben. Alltagserfahrungen und ambitionierte Zielsetzungen sollen miteinander verknüpft werden.

Foto: Metropolregion

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