Metropolregion entwickelt Konzept für eine dezentrale Hundertwasser – Ausstellung an der Bahnstrecke Celle – Uelzen

 

Hannover, 17.Oktober 2019.- Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg entwickelt ein Konzept für eine Hundertwasser Ausstellung an verschiedenen Orten entlang der Bahnstrecke Celle – Uelzen. Präsentiert werden soll das Umweltengagement des im Jahr 2000 verstorbenen weltberühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Anlass ist das 20-jährige Jubiläum des von ihm zur EXP0 2000 umgebauten Umwelt- und Kulturbahnhofs in Uelzen. Die Ausstellung und der Arbeitstitel Ökologie und Schönheit soll eine Verbindung schaffen zwischen den in den 1950er Jahren begonnenen Umweltaktivitäten Hundertwassers und den aktuellen Klimaschutzdebatten. Das Konzept wird im Rahmen des Projekts Elektromobilität für Tourismusorte entwickelt und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Zwischen den einzelnen Ausstellungsorten sollen sich die Besucher mit der Bahn, aber auch mit anderen Elektrofahrzeugen auf zwei oder vier Rädern bewegen.

Hundertwasser der Umweltschützer

Friedensreich Hundertwasser verbreitete seine ökologischen Positionen mit zahlreichen Manifesten, Briefen, in Reden und öffentlichen Demonstrationen. Im Zentrum seines ökologischen Handelns standen Baumpflanz- und Begrünungsaktionen, aber auch der Einsatz für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder dem Schutz der Meere. Sehr bekannt sind seine Plakate, die er für verschiedene Umweltorganisationen entworfen hat.

Hundertwasser Bahnhof Uelzen – EXPO Projekt wird 20 Jahre

Auf den Weg gebracht hat das Vorhaben der Geschäftsführer der Metropolregion Raimund Nowak. Er war in den 1990er Jahren einer der Initiatoren des Hundertwasser Bahnhofs in Uelzen und leitet auch das Projekt Elektromobilität für Tourismusorte.

Raimund Nowak:
Das Umweltengagement Hundertwassers wird häufig überstrahlt von seiner Wahrnehmung als Maler. Angesichts der globalen Auseinandersetzung über Maßnahmen zur Bekämpfung der drohenden Klimakatastrophe besitzt die Auseinandersetzung mit den ökologischen Motiven Hundertwassers eine hohe Relevanz.  Hundertwasser erreicht Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und politischer Orientierungen. Mit Hilfe seiner Kunst besteht die Chance auf eine konstruktive Auseinandersetzung über den Wert der natürlichen Ressourcen und die Chancen nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweisen.

Hohe Besucherresonanz erwartet – die richtige Ausstellung zur richtigen Zeit

Eine Ausstellung, die sich explizit mit dem Umweltengagement Hundertwassers beschäftigt, ist bisher nicht durchgeführt worden. Nowak hat die Idee auch der Hundertwasser Privatstiftung in Wien nahegebracht. Dort beschäftigt man sich seit längerer Zeit mit der Idee, das umweltpolitische Engagement  von  Hundertwasser angemessen zu würdigen.

Ausstellungen erzielen nach wie vor eine hohe Publikumsresonanz. So verzeichnete die im Sommer 2019 in Lindau am Bodensee gezeigte Ausstellung rund 85.000 Besucher.

Regionale und überregionale Kooperationen  

Künftig soll es eine feste Kooperation zwischen den Hundertwasser Architekturprojekten geben, um die ökologischen Motive Hundertwasser in ihren jeweiligen Städten hervorzuheben. So sollen sie etwa für mehr Gründächer und Solaranlagen werben.

Nowak hat die Städte und Gemeinden entlang der Bahnstrecke über das Vorhaben informiert und erwartet eine konstruktive Zusammenarbeit mit möglichst vielen Akteuren aus den Kommunen, den Tourismusorganisationen und Umweltverbänden. Das Konzept soll auf der Konferenz Metropolregion elektrisieren im Dezember in Hannover vorgestellt werden. Zum 20-jährigen Jubiläum des Bahnhofs soll dann im Sommer 2020 die Ausstellung starten.

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Bildquelle: Metropolregion

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