Abschied aus der Geschäftsführung in der Metropolregion

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

diesen Newsletter will ich dafür nutzen, mich als Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH und des Vereins Kommunen in der Metropolregion zu verabschieden. Mein Nachfolger in beiden Positionen wird Michael Rose sein, der die Tätigkeit bei der Metropolregion neben seinen Aufgaben als Abteilungsleiter bei der Deutschen Messe AG wahrnimmt. Die Leitung der Aktivitäten im Bereich Elektromobilität werde ich an Stefan Welling übergeben. Herr Welling ist weiterhin Klimaschutzbeauftragter der Stadt Hameln.

Ich bin sicher, dass mit den Personalentscheidungen die Weichen für eine erfolgreiche Fortsetzung der Arbeit in der großräumigen Kooperation in der Metropolregion gestellt sind. Auf Wunsch des Vorstandes des Vereins Kommunen werde ich bis Ende November 2020 die neue Leitung bei einem Antrag für die Beteiligung an einem ambitionierten Bundesprogramm unterstützen.

Erneuerbar, elektrisch, europäisch

Erneuerbar, elektrisch, europäisch: unter dieses Leitmotiv habe ich meine Arbeit als Geschäftsführer gestellt. Ich halte diese Ausrichtung für aktueller denn je. Wir brauchen mehr und nicht weniger Anstrengungen zur Bekämpfung der Klimakrise und ebenso dringend eine deutlich bessere Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Mit dem European Green Deal ist die EU-Kommission auf einem guten Weg, der von der Metropolregion unterstützt werden sollte. Die Kooperation zwischen den beiden größten EU-Staaten mit ihrer traditionsreichen Fahrzeugindustrie hatte für mich immer eine besondere Bedeutung. Deutschland und Frankreich sowie die gesamte EU finden hoffentlich zu einer connexion électrique.

Die Metropolregion ist zweifelsfrei in der Verbindung von Verkehrs- und Energiewende früh gestartet und dabei selten im Windschatten, aber dafür häufig im Gegenwind gefahren. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Als erste Metropolregion in Deutschland setzten wir uns das Ziel, den Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität bis zur Jahrhundertmitte zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Nur wenige Gebiete der Welt sind so stark vom Fahrzeugbau geprägt wie unsere Metropolregion. Deshalb konzentrierten wir uns bei der Arbeit zur Erreichung des 100%-Zieles auf den Mobilitätssektor und konnten den Umstieg auf alternative Antriebe beispielhaft voranbringen. Wir haben als kommunaler Verbund eine der größten E-Fahrzeugflotten in Europa aufbaut, den ersten E-Radschnellweg in Deutschland initiiert und viel dazu beitragen, dass unsere Metropolregion in Deutschland und in Nachbarstaaten als Vorbild bei der kommunalen Förderung der Elektromobilität gilt.

Spät, aber hoffentlich nicht zu spät hat sich die hiesige Industrie für den Einstieg in die zukunftsfähige Mobilität entschieden. Schließlich will unsere Metropolregion nicht nur Spitze beim Einsatz, sondern auch bei der Produktion von E- Fahrzeugen mit zwei, vier oder mehr Rädern sein. Ich hatte häufiger Zweifel, ob dieses Ziel ernsthaft verfolgt wird, bin mittlerweile jedoch zuversichtlicher geworden. Bei allen Schwächen der Infrastruktur bleibt das geringe Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen das größte Hindernis für die Entwicklung der Elektromobilität. Zu selten wird bisher darauf geachtet, dass Elektromobilität mehr ist, als der einfache Austausch der Antriebstechnologie. Deshalb arbeitet die Metropolregion daran, den Strombedarf der künftig in viel größerer Stückzahl zu erwartenden E- Autos durch den Zubau von PV-Anlagen zu decken. Für die Erreichung der Klimaschutzziele wird jedoch kein Weg daran vorbeiführen, das Verkehrssystem zu verändern. Angesichts der enormen Fortschritte in der Batterietechnik und der Senkung der Kosten in der Produktion sehe ich für die Wasserstofftechnologie im PKW-Segment keine Chance.

Raimund Nowak

Raimund Nowak

www.raimund-nowak.eu

Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg
Kommunen in der Metropolregion e.V.

T +49 172 3013300

Verbindung von Verkehrs- und Energiewende

Ich blicke auf gut ein Jahrzehnt intensiver Auseinandersetzung in dem spannenden Feld der Elektromobilität zurück. Es war nicht immer einfach, sich für diese Technologie zu engagieren.
Letztlich zählt, dass die Entwicklung die bestätigt hat, die sich frühzeitig für Elektromobilität engagiert haben. In diesem Kontext habe ich viele wunderbare Erfahrungen gemacht und bedanke mich bei den vielen Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen, die meine Arbeit konstruktiv begleitet haben.

Ich wünsche mir, dass meine Nachfolger einen glücklichen Start haben und viel Unterstützung erhalten. Das Ziel bleibt: wir wollen eine der führenden Regionen Europas bei der Entwicklung, der Produktion und des Einsatzes von Elektrofahrzeugen sein.

 

Beste Grüße und bleiben Sie elektrisch
Raimund Nowak

Wie es bei mir weiter geht: www.raimund-nowak.eu

Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

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