Fachleute aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Forschung, Lehre und Verbände diskutierten über die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft und stellten neue interdisziplinäre und einrichtungsübergreifende Weiterbildungsmaster in der Metropolregion in Aussicht.

 

HAMELN. Auf der Metropolversammlung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg am 3. September 2018 unter dem diesjährigen Motto „Hameln Paris Barcelona“ wurde über die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, Gesundheitswirtschaft, Elektromobilität und die europäische Kooperation diskutiert. Unter den etwa 200 Gästen waren u.a. der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Metropolregion und OB der Stadt Hannover, Stefan Schostok sowie die OB Ulrich Markurth, Braunschweig und Claudio Griese, Hameln. Sie diskutierten mit der ehemaligen Geschäftsführerin der Piratenpartei Marina Weisband und dem Chefredakteur des t3n-magazins Luca Caracciolo über die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung.

Im Forum Wissenschaft, das vom Verein Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen in der Metropolregion e.V. im Zuge des Metropolkonferenz organisiert wurde, wurden die Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung in Wissenschaft, Lehre und Wirtschaft diskutiert. Drei Impulsvorträge zur „Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“ (Kai Florysiak, Geschäftsführer Metropolregion), „Aktueller Stand zur Entwicklungsplattform Gesundheitswirtschaft“ (Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Universitätspräsident Hannover a.D./ Leitung Lenkungskreis Gesundheitswirtschaft) und „Ein neuer hochschulübergreifender Weiterbildungs-Masterstudiengang Pflege-IT in der Metropolregion“ (Prof. Dr.-Ing. Nils Jensen, Ostfalia-Hochschule) waren die Basis für die anschließende Podiumsdiskussion.

In der Diskussion brachte Prof. Dr. Thomas Hanschke, Präsident der TU Clausthal und Vorsitzender des Vereins Hochschulen die derzeitige Situation der Digitalisierung im Zuge des Masterplan Digitalisierung des Landes Niedersachsen auf den Punkt: “Es ist ein guter Anfang. Aber es fehlen echte Visionen, die den Blick in die Zukunft richten. Eine bessere Vernetzung, wie wir sie optimal in der Metropolregion nutzen können, würden die Synergien und Potenziale für die Digitalisierung, besonders in der Gesundheitswirtschaft deutlich verbessern. Gleiches gilt für Wissenschaft und Lehre, die zu den exzellentesten im Land gehören und auf die wir stolz sein können.“ Noch deutlicher formuliert es Kai Florysiak in seinem Vortrag, in dem er die Potenziale der Digitalisierung in der Gesundheitsbranche aufzeigt: „Digitalisierung rettet Leben. Aber die Entwicklung war nie so langsam wie heute. Es ist eine permanente Aufgabe Prozesse, Technologien und Geschäftsmodelle zu hinterfragen und zu verändern. Damit wir auch in 20 Jahren noch zur internationalen Weltspitze gehören. In der Digitalisierung sind wir nämlich z. Zt. leider ein Entwicklungsland.“ „Wir haben mit unseren Partnern an den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen herausragende Projekte für die Zukunft entwickelt und gehen nun mit den Entscheidungsträgern in die Verhandlungen zur Finanzierung“, lobt Prof. Dr.-Ing Erich Barke die Ergebnisse der Entwicklungsplattform Gesundheitswirtschaft.

Digitalisierung rettet Leben

 

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Foto: Schirmacher