GÖTTINGEN, 28. Mai 2018.- „Ein ambitioniertes Projekt, das unsere Erwartungen bereits nach kurzer Zeit zu großen Teilen erfüllt hat.” So beschrieb Prof. Ulrike Beisiegel den Südniedersachsen-Innovationscampus (SNIC). Zuvor hatten sich die Präsidentin der Uni Göttingen und ihre Kollegen Prof. Thomas Hanschke (TU Clausthal), Prof. Frank Albe (PFH Göttingen) und Dr. Marc Hudy (HAWK) ein Bild von den neuen Räumlichkeiten gemacht und sich über Projekte informiert.

„Es ist großartig zu sehen, wieviel Begeisterung die Mitarbeiter in das Projekt einbringen”, sagte Prof. Hanschke. Der Clausthaler Universitätspräsident hob die regions-, fach- und institutionsübergreifende Zusammenarbeit hervor, die der SNIC in Südniedersachsen etabliert habe. Diesen Aspekt betonte auch Dr. Hudy: „Der SNIC ist ein Innovationsverbund, der die einzelnen Partner stärkt und deren Sichtbarkeit erhöht.” Der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen etwa eröffne die Kooperation neue Möglichkeiten bei der Initiierung von Projekten und der Suche nach Partnern.

Zudem lernten die südniedersächsischen Hochschulpräsidenten auf ihrem Rundgang durch den SNIC einige der Gründerteams aus dem Pre-Inkubator kennen. „Mit dem SNIC sind wir auf einem guten Weg, das Entrepreneurship-Potenzial in Südniedersachsen zu heben und den Unternehmergeist in Südniedersachsen zu stärken. Dies liegt uns als unternehmerischer Hochschule ohnehin in der DNA”, sagte Prof. Albe. Die Private Hochschule Göttingen (PFH) habe sich mit dem SNIC hohe Ziele gesteckt, betonte der Präsident – und diese auch erreicht.

Vor diesem Hintergrund verwunderte es nicht, dass Albe, ebenso wie die Spitzen der übrigen Hochschulen, ein klares Bekenntnis zur Fortführung des SNIC über den aktuellen Projektzeitraum bis 2021 hinaus abgab. Sie sagten sowohl finanzielle als auch fachliche und personelle Unterstützung der Hochschulen zu. „Für uns als Hochschule der angewandten Wissenschaften ist es eine Selbstverständlichkeit, die erfolgreichen Transferaktivitäten des SNIC weiter zu begleiten”, so Dr. Hudy. Und Prof. Beisiegel stellte klar: „Um Südniedersachsen nach vorne zu bringen, gibt es keine Alternative zum regionalen Verbund – deshalb brauchen wir den SNIC auch in Zukunft.”

Den Blick auf die Gegenwart richtete Mascha Albrecht, Leiterin der in Göttingen angesiedelten SNIC-Geschäftsstelle, in ihrem Resümee der ersten eineinhalb Jahre. Sie berichtete von 800 Unternehmern und Wissenschaftlern, die der SNIC auf Veranstaltungen zusammengebracht hat, von rund 240 Beratungsgesprächen für kleine und mittlere Unternehmen in der Region und mehr als 80 identifizierten Projektansätzen, von denen 40 bereits laufen oder abgeschlossen sind, von gut 200 Teilnehmern bei Betriebsexkursionen, mehr als 50 Crowdfunding-Beratungen und über 30 abgeschlossenen oder geplanten angewandten Abschlussarbeiten sowie etwa 150 Teilnehmern bei den niedrigschwelligen Netzwerk-Veranstaltungen für Gründer in Osterode, Northeim und Holzminden. „Es sind aber nicht nur diese Zahlen, die den SNIC ausmachen, sondern vielmehr der Geist der Kooperation, der in Südniedersachsen Einzug gehalten hat”, betonte Albrecht.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung überreichten die Präsidenten der vier südniedersächsischen Hochschulen der SNIC-Geschäftsstelle noch ein besonderes Präsent: Ein Kicker soll nicht nur den Teamgeist fördern, sondern Mitarbeitern und Gründerteams in den Pausen helfen, neue Inspiration zu finden.

 

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Foto: SNIC/Schiek