Ambitionierte Ziele in der Elektromobilität

  • Vorteile für E-Autos – mehr Elektrobusse – gemeinsames Konzept
  • Mitgliederversammlung 19. Juni 2018 in Hildesheim

HANNOVER, 18. Mai 2018.- Die im Verein Kommunen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg verbundenen Städte und Landkreise haben viel dazu beigetragen, dass im Gebiet der 3,8 Millionen Einwohner starken Metropolregion bessere Bedingungen zum Betrieb von E-Fahrzeugen bestehen als in vielen anderen Regionen Deutschlands.
Die meisten Kommunen verzichten auf Parkgebühren für E-Autos. In den kommunalen Fuhrparks werden vollelektrische Fahrzeuge in größerer Zahl eingesetzt und die Ladeinfrastruktur ist deutlich gewachsen. Viele Modellvorhaben beschäftigen sich mit Themen der Elektrifizierung des Straßenverkehrs und der Versorgung mit Fahrstrom aus erneuerbaren Energiequellen. In zwei Erklärungen der Jahre 2011 und 2014 wurden inhaltliche Schwerpunkte für die Zusammenarbeit in der Elektromobilität gelegt. Nun schlagen die Kommunen eine Aktualisierung der Erklärung vor. Auf der Mitgliederversammlung Mitte Juni in Hildesheim sollen Ziele und Handlungsempfehlungen von den rund 60 Mitgliedskommunen beschlossen werden.

Vorsitzender des Vereins Kommunen in der Metropolregion ist der Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Er erklärt zur Beschlussempfehlung:

„Wir sind als Metropolregion in den letzten Jahren sehr erfolgreich bei der Beteiligung an nationalen und europäischen Vorhaben gewesen. Rund 40 Millionen Euro Fördermittel von EU und Bund sind über die Metropolregionsarbeit in unser Gebiet für Projekte der Elektromobilität geflossen. Zahlreiche nachhaltige Projekte wie etwa der E-Radschnellweg, Elektrobustestfelder und vor allem die kommunale Flotte electric konnten bereits realisiert werden.

Wir wollen uns jedoch nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern uns weiter als Zielregion zur Erprobung innovativer Lösungen positionieren. Die Metropolregion soll auch in Zukunft eine der führenden Regionen beim Einsatz von Elektrofahrzeugen bleiben. Demgemäß wollen wir als erste Metropolregion in Europa ein abgestimmtes Konzept vorlegen und einen intensiven Dialog mit den Nutzern und den Unternehmen organisieren.“

Die Metropolregion empfiehlt den Mitgliedskommunen:

Elektrofahrzeuge beim Parken und in der Logistik zu bevorrechtigen

  • ab dem Jahr  2020 nur noch E-Fahrzeuge zu beschaffen (soweit entsprechende Modelle auf dem Markt verfügbar sind)
  • ab 2025 nur noch Busse mit alternativen Antrieben neu in die Flotten aufzunehmen

Die  Metropolregion wird:

  • auf Basis der lokalen E-Mobilitätskonzepte eine regionale Strategie entwickeln.  Hier sollen Synergieeffekte genutzt werden und eine bessere Abstimmung beim Aufbau von Ladeinfrastruktur erreicht werden. Ein Informationsportal wird diese Prozesse erleichtern,
  • alle E-Autofahrer/innen jährlich zu einem Treffen einladen. Der erste Termin wird unter dem Titel E-Car Drivers Only  am 3. September 2018 im Rahmen der Metropolversammlung in Hameln stattfinden,
  • eine Internetplattform mit allen relevanten Informationen zur Elektromobilität im Gebiet der Metropolregion einrichten.

» zur Erklärung

Kontakt:

Raimund Nowak
Geschäftsführer
raimund.nowak@metropolregion.de
T +49 511.89 85 86-10
M +49 172 301 33 00