CLAUSTHAL-ZELLERFELD,  12. März 2018.- Clausthaler Pilotprojekt wird fortgeführt: Gerade ist die zweite Förderphase für das Projekt „Techniker2Bachelor” angelaufen. Bis zum Juli 2020 wird der Ansatz, Absolventen von Technikerschulen ein verkürztes Maschinenbaustudium an der TU Clausthal zu ermöglichen, mit rund 180.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Die Förderung erfolgt dank einem Erfolg im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen”. Mit dieser Qualifizierungsoffensive möchte das Bundesbildungsministerium innovative, nachfrageorientierte und nachhaltige Konzepte von Hochschulen vorantreiben. Das Clausthaler Vorzeigeprojekt wurde im August 2014 gestartet. Als Kooperationspartner sind zwischenzeitlich die Technikakademie der Stadt Braunschweig, die Technikerschulen Allgäu (Kempten) und Augsburg sowie die Fachschule für Wirtschaft und Technik Clausthal-Zellerfeld beteiligt. Im vergangenen Jahr erhielt als erster erfolgreicher Proband Alexander Romanov, der von der Technikerschule Allgäu in den Harz gekommen war, nach nur fünf Semestern sein Bachelorzeugnis.

In der zweiten Förderphase sind besonders drei Arbeitsschwerpunkte für das Programm geplant. Zum einen geht es um eine Basisanrechnung für alle Techniker. „Unabhängig von der Technikerschule soll sich bundesweit jeder Maschinenbau-Techniker bestimmte Module auf ein Maschinenbau-Studium an der TU Clausthal anrechnen lassen können”, erläutert die Ansprechpartnerin für „Techniker2Bachelor”, Lucy Müller M.Sc. Zweitens werden die Studierenden des Projekts weiterhin betreut. Und drittens soll nach dem Weg vom Techniker ins Studium auch die umgekehrte Richtung vom Studium in die Technikerschule – relevant für Studienabbrecher in den MINT-Fächern – in das Programm aufgenommen werden. Im Blickpunkt steht dabei zunächst die Dokumentation der Zugangsvoraussetzungen an Technikerschulen. Aus den gesammelten Daten soll sich dann ergeben, welche Möglichkeiten es gibt, Studienleistungen auf die Technikerausbildung anrechnen zu lassen.

Somit wäre die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und akademischen Bildung in beide Richtungen verbessert. Dies wäre ein weiterer Schritt, um das Fachkräfteangebot hierzulande dauerhaft zu sichern – auch ein wichtiges Ziel des BMBF.

 

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Foto: Ernst