Institut für Entwerfen und Städtebau (LUH) organisierte in Kooperation mit der Metropolregion Ideenwettbewerb im Rahmen des M.Sc. Architektur und Städtebau

Die digitale Transformation ist das bestimmende Thema, auch für die Innenstädte und ihre Geschäfte. Wer noch selbst einkauft, kann das auch online. Stadtrundgänge per Virtual Reality sind längst Realität. Der von der Leibniz Uni Hannover (LUH) in Kooperation mit der Metropolregion durchgeführte Ideenwettbewerb „Urban Pioneers“ geht von einem umfassenden Umbruch aus und fragt offensiv nach neuen Modellen und Visionen für Innenstädte. Als Leitthema für die Zukunft der Innenstädte wird ihre sich verändernde Rolle als wesentliche digital/materielle Schnittstelle verstanden. Besteht die neue Attraktivität der Innenstädte darin, dass sie materiell-erlebbare Räume mit Energie und Kreativität sind? Sind Innenstädte noch die Orte von Erfahrungen, von Gemeinschaft, von urbanem Leben, und die zentrale Bühne urbaner Aktivitäten oder nur noch immobile Museen und Kulisse?

 

Der Ideenwettbewerb rief zu Raum-Erfindungen in drei Ebenen auf:

  1. INITIAL: Wie können neue digital/materielle Räume für produktive Aktivitäten gestaltet werden, für hybride Modelle von Shops, Co-Working, Manufacturing, Creative Economy, Sharing, Industrie 4.0?
  2. VISION: Welche Zukunftsvisionen von Innenstädten lassen sich mit diesem Impuls entwerfen, wie können sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Kräfte neu aufstellen?
  3. TRANSFER: Und wie können diese Modelle für die enorme Bandbreite an Innenstädten und Ortszentren in der Metropolregion entwickelt werden, die zwischen Stadt und Land in Größen, Struktur und räumlichem Kontext höchst unterschiedlich sind? Gibt es neue Ideen auch zu Kooperationen und Geschäftsmodellen im Maßstab der Metropole, zur Nutzung und zum Aufbau neuer Netzwerke und von Branding?

 

Im Mittelpunkt des Ideenwettbewerbs im Rahmen des Studiums Master of Science Architektur und Städtebau der LUH standen die kreative Gestaltung von Räumen, von Programmen und von Interaktivität – im Maßstab von Gebäuden und städtischen Räumen, im Maßstab der Innenstädte und Ortszentren, und in einem Metropol-Maßstab. Die Kooperation mit der Metropolregion GmbH und weiteren Experten für Impulsbeiträge und in der Jury sind ein entscheidender Teil des Projekts. Sie sollen für diese Thematik und mit weiteren universitären und regionalen Partnern vertieft werden.

1. Preis: Sevilay Akyürek und Julia Theis

BOXing CITY

Temporär aufgestellte Module bringen Impulse von Digital Production, Co-Working, Digital Communities in die Innenstadt von Peine und beleben urbane Räume – sie können als Zukunftsbotschaften andere Städte der Metropolregion gebracht werden.

 

2. Preis: Greta Gleich und Lennart v. Hofe

Mit Regionalkraft in die Metropolregion

Natürliche Ressourcen, lokales Können und erneuerbare Energie wird für die Innenstadt von Hannoversch-Münden als Zukunftschance formuliert, mit neuen Architekturen und mit Neunutzungen zu digitaler Fabrikation, ICT, Bildung und kulturellen Aktionen zum Thema Holz.

 

3. Preis: Paul Jakob Bohlen

Syndikat

Als „ Kaufhaus auf Zeit“ können zeitweise leerstehende Gebäude in der Innenstadt von Hannover zu Experimentierorten für digitale Produktion, digitale Kultur und für Integration werden.


Weitere Beiträge:

– Energy-Sharing (für Hannover; von: Skordili Elisavet, Chiara Falsitta, Sofia Larcher)

– Smart+ (für Hildesheim; von: Anna Pape, Mara Piel)

– Digiflex Market (für Braunschweig; von: Heiko Lubs)

– StreetsUpdated (für Wolfsburg; von: Dorota Pillach, Magdalena Priefer, Marko Horvat)

– Walking City (für Wolfsburg; von: Christian Corral, Rachele Corticelli)


Für die Preisträgerinnen und Preisträger wurden Buchpreise vom Amt für Regionale Landesentwicklung Leine-Weser gestiftet.


Jury: 

Kai Florysiak, Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH / Thomas Severin, Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing / Jörg Schröder, IES Leibniz Universität Hannover / Sarah Hartmann, IES Leibniz Universität Hannover / Emanuele Sommariva, Leibniz Universität Hannover / Maddalena Ferretti, IES Leibniz Universität Hannover