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Metropolregion will nationales "Schaufenster für E-Mobilität" werden

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg strebt an, eines der voraussichtlich fünf nationalen "Schaufenster" für Elektromobilität zu werden. Dies beschloss der Aufsichtsrat in seiner jüngsten Sitzung in Braunschweig. Das Land Niedersachsen und die Volkswagen AG haben ihre Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig wurde auch der Vorsitz des Aufsichtsrates turnusgemäß von Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil auf Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann übergeben.

HANNOVER. Wie die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden jetzt gegenüber den Medien mitteilten, erhofft sich die Metropolregion dabei die große Chance, auf ihrem ausgewiesenen Vorzeigegebiet der Automobilwirtschaft national eine Spitzenstellung attestiert zu bekommen und damit zugleich auch international die Kompetenzen der Region auf diesem Gebiet präsentieren zu können. Die „Schaufenster“-Projekte sollen im nationalen Förderprogramm für Elektromobilität vor allem die Sichtbarkeit innovativer Technologien und Lösungen herstellen und damit die Grundlage für eine Akzeptanzsteigerung innerhalb Deutschlands und die Basis für Exporterfolge bilden. Deshalb soll die Markteinführung neuer E-Fahrzeuge mit Maßnahmen begleitet werden, die in den Schaufenster-Regionen Ressourcen bündelt und marktreife Innovationen konzentriert zur Anwendung bringt, um die Präsenz in der Öffentlichkeit zu erhöhen.

In wenigen groß angelegten „Schaufenstern“ sollen zwischen 2012 und 2015 Technologien und Ansätze zur Marktvorbereitung systematisch umgesetzt und präsentiert werden, nach Presseberichten stehen hierfür Fördermittel in Höhe von insgesamt bis zu 200 Mio. Euro zur Verfügung. Die Schaufenster sollen dabei innovative Entwicklungen aufnehmen und deren Einführung in den Alltag beschleunigen. Gleichzeitig sollen Erfahrungen aus der Praxis in die weitere Technologieentwicklung einfließen. Neben dem Ziel eine möglichst große Zahl von E-Fahrzeugen auf die Straße zu bringen, sollen die Schaufenster auch einen Beitrag zur Ausbildung und Qualifizierung leisten. Einer der Schwerpunkte ist auch der Aufbau der notwendigen Infrastruktur, etwa zum Laden der Fahrzeuge.

Die Landesregierung, die im Aufsichtsrat der Metropolregion GmbH durch die Leiterin der Staatskanzlei, Staatssekretärin Dr. Christine Hawighorst, vertreten ist, hat ihre Unterstützung ebenso zugesagt wie nun aktuell der Vorstand der Volkswagen AG. „Die regionalen Schaufenster- Elektromobilität sind geeignet, die Aktivitäten aller am Aufbau Beteiligten zu bündeln und zu synchronisieren. Damit wird eine optimale Gestaltung der Rahmenbedingungen insbesondere des Aufbaus der Infrastruktur und der Umsetzung notwendiger Standards möglich. Volkswagen begrüßt daher die von der Bundesregierung geplante Initiative und wir werden dementsprechend auch das Engagement der Metropolregion unterstützen“, erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Auch der Verein Wirtschaft in der Metropolregion, der sich von Beginn an intensiv mit Mobilitätsthemen und E-Mobilität befasst, steht hinter dem Vorhaben. Die Metropolregion hat sich mit dem einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates also fest entschlossen, anzutreten und ein Schaufenster nach Niedersachsen zu holen.

Gute Voraussetzungen für klimafreundliche E-Mobilität schafft das Ziel, die Energieversorgung im Gebiet der Metropolregion bis zur Jahrhundertmitte vollständig umzustellen. Als erste Metropolregion in Deutschland haben die beteiligten Kommunen beschlossen, den Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität bis dahin zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen decken zu wollen.

Die Ausschreibung wird für Mitte September erwartet, die Antragsfrist wird voraussichtlich noch dieses Jahr enden. Die Entscheidung wird dann wohl im ersten Halbjahr 2012 fallen. Die Landesregierung hat eine - beim Wirtschaftsminister angesiedelte - Lenkungsgruppe ins Leben gerufen, in der auch die Geschäftsführung der Metropolregion vertreten sein wird. Gemeinsam arbeiten Experten des Landes, von Volkswagen, der regionalen Wachstumsinitiativen hannoverimpuls, Wolfsburg AG und projekt Region Braunschweig unter dem Dach der Metropolregion bereits intensiv an den Grundlagen einer Bewerbung. Weitere Partner sollen im Laufe der nächsten Wochen angesprochen werden.

Hinweis: Parallel zu dieser Presseinformation wird das Land Niedersachsen eine Pressemeldung zu diesem Thema veröffentlichen. Diese finden Sie auch unter www.metropolregion.de/kompetenzregion.

Kontakt:

Gerold Leppa, Geschäftsführer
0511.898586 12
gerold.leppa@metropolregion.de

Raimund Nowak, Geschäftsführer
0511.898586 10
raimund.nowak@metropolregion.de

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