100 Gäste beim 8. Forschungstag am Forschungsflughafen

 

Mehr Flugsicherheit sowie weniger Fluglärm und Umweltbelastung durch den Luftverkehr – fünf Forschungsarbeiten auf verschiedenen Gebieten der Luftfahrtforschung leisten dazu einen Beitrag. Ausgezeichnet wurden sie mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hermann-Blenk-Forscherpreis sowie den mit jeweils 1.000 Euro dotierten Karl-Doetsch-Nachwuchspreis. Die Preise wurden im Rahmen des 8. Forschungstages des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt am 22. November 2017 in Braunschweig verliehen. Rund 100 Expertinnen und Experten diskutierten in diesem Jahr über nachhaltigen und energieeffizienten Luftverkehr. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Braunschweig befinden sich gegenwärtig mit einem Forschungsvorhaben zu diesem Thema in der Endrunde im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.

 

Hermann-Blenk-Forscherpreis für Dr.-Ing. André Bauknecht

 

Ein neues optisches Messverfahren für Hubschrauberrotoren entwickelte André Bauknecht vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt in Göttingen im Rahmen seiner Doktorarbeit. Betreut wurde er dabei am Institut für Turbo- und Fluiddynamik der Leibniz Universität Hannover. Seine Experimente führte er unter anderem am DLR-Standort in Braunschweig durch. Die Fachjury sieht in der Forschungsleistung von André Bauknecht das Potenzial für ein neues Standardmessverfahren, das den Entwurf zukünftiger Hubschrauberrotoren nachhaltig beeinflussen kann. Im Gegensatz zu bereits bekannten Verfahren können die Messungen ohne zusätzliche Sensoren im Flugversuch  und sogar im Manöverflug durchgeführt werden. André Bauknecht wurde mit seiner Arbeit „Characterization of blade tip vortices on large-scale rotors “ im Jahr 2016 mit Auszeichnung zum Doktoringenieur promoviert und studierte zuvor Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart.

 

Karl-Doetsch-Nachwuchspreise für vier Absolventen

 

Einen Beitrag zur besseren Pilotenausbildung und Flugsicherheit leistete Sebastian Giersch vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover. Giersch ist es im Rahmen seiner Masterarbeit gelungen, realistische turbulente atmosphärische Windfelder in einen komplexen Flugsimulator einzuspeisen. Damit konnte er nachweisen, dass dies beispielsweise bei der Simulation des Landeanfluges einen erheblichen Einfluss auf das Flugverhalten im Simulator hat. Sebastian Giersch studierte von 2014 bis 2017 Metrologie an der Leibniz Universität in Hannover.

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Bild: TU Braunschweig/Renato Lumia