CLAUSTHAL-ZELLERFELD, 07.November 2017.- Clausthaler Forschung im Fernsehen: Das 3sat-Wissenschaftsmagazin „nano” stellt die drei Finalisten-Teams für den renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung in kurzen Filmen vor. Über das Clausthaler Verbundprojekt bio-elektrochemische Brennstoffzelle (BioBZ) wird am Mittwoch, 8. November, ab 18.30 Uhr berichtet. Per Online-Voting kann die Öffentlichkeit derzeit über ihren Favoriten abstimmen.

Wer den Sendetermin verpasst, kann die Mediathek nutzen oder die Wiederholung ansehen, die am 9. November auf 3sat (ab 7 und 9.45 Uhr) sowie auf ARD-alpha (ab 16.30 Uhr) ausgestrahlt wird. Produziert hatte das TV-Team den Beitrag über das BioBZ-Vorhaben im Oktober mit dem Verbundprojektleiter Professor Michael Sievers vom Clausthaler Umwelttechnik-Forschungszentrum (CUTEC) der TU Clausthal.

Forschern des CUTEC, des TU-Instituts für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik sowie weiteren Partnern ist es gelungen, aus dem Abwasser einer Kläranlage direkt Strom zu gewinnen. Kernstück der Anlage ist eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle, die ohne die bisher üblichen Umwege über den Faulprozess Strom und Wasserstoff erzeugen kann. Kläranlagen gehören bislang zu den größten kommunalen Stromverbrauchern. Mit der neuen Technologie wird eine Trendwende eingeleitet, die aus dem Stromfresser Kläranlage ein kleines Kraftwerk macht. Die gewonnene Energie kann zum Beispiel für die E-Mobilität genutzt werden.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung auslobt, würdigt herausragende, nachhaltigkeitsbezogene Forschungsleistungen. Schwerpunktthema des diesjährigen Wettbewerbs ist eine der großen globalen Herausforderungen: der nachhaltige Umgang mit Wasser. Wer von den drei Finalisten-Teams, die von einer Fachjury aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt wurden, online die meisten Stimmen erhält, bekommt den Preis. Die Verleihung findet im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 8. Dezember in Düsseldorf statt.

Neben dem federführenden CUTEC-Forschungszentrum bringen sich in das Drei-Millionen-Euro-Projekt ein: Professor Ulrich Kunz (TU Clausthal), Professor Uwe Schröder (TU Braunschweig), Professor Harald Horn (Karlsruher Institut für Technologie) und Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth GmbH & Co.KG, Osterode). Zudem ist die Goslarer Kläranlage der Eurawasser Betriebsgesellschaft mbH (Teilprojektleiterin Astrid Vogt) beteiligt, in der das Konzept BioBZ nun deutschlandweit zum ersten Mal in eine Pilotanlage überführt wird.

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Foto: CUTEC