Gesundheitswirtschaft

Deutschland und damit Niedersachsen (und die Metropolregion) hat enormen Nachholbedarf im Bereich Digitalisierung im Gesundheitswesen – dem Zukunftsthema schlechthin – mit weitreichenden Folgen. Die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum muss sichergestellt werden. Menschen werden älter und brauchen Versorgung. In Trendstudien ist bereits von der Personalisierten Medizin der Zukunft die Rede – der Patient im Mittelpunkt. Die Digitalisierung ist hierfür der zentrale Baustein. Sie wird Versorgungsketten vollständig neu definieren. Entscheidend wird sein, wer bei dieser Entwicklung die Nase vorn hat. In Niedersachsen arbeiten mehr als 450.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft. Die wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft als regionaler Jobmotor und Standortfaktor nimmt ständig zu. Seitens des Landes wurde daher der „Masterplan Soziale Gesundheitswirtschaft“ initiiert, in dem eHealth explizit als strategischer Pfeiler genannt wird. Die Metropolregion ist geeignet, sich aufgrund der exzellenten Versorgungs- und Forschungseinrichtungen, der existierenden Unternehmen im Bereich Life Sciences und Gesundheits-IT sowie der geleisteten Vorarbeiten in der digitalen Vernetzung als Vorreiter der digitalen Gesundheitswirtschaft zu positionieren.

Im ersten Schritt soll daher parallel zur Entwicklung eines Betreiber- und Finanzierungsmodells für eine sektorenübergreifende Basisinfrastruktur auf IHE-Basis ein Masterplan Digitale Gesundheitswirtschaft erstellt werden, der die Entwicklung eines starken Innovationsnetzwerks zum Ziel hat. Zur Identifizierung und Initiierung innovativer digitaler Gesundheitsdienstleistungen sind Workshops in den Teilregionen unter Beteiligung von Wirtschaft, Wissenschaft und Akteuren im Gesundheitswesen geplant. Eine Dialogreihe platziert das Thema in der Öffentlichkeit. Zur weiteren Profilierung sollen zusätzliche Fördermittel eingeworben werden. Der im November 2015 gegründete Arbeitskreis SeKoM (standardisierte, sektorenübergreifende Kommunikation in der Metropolregion) begleitet die Initiative fachlich.

 

Kontakt:


Dr. Pablo Zamora
Projektmanager eHealth Metropolregion

» eMail
T +49 51189858628

 

Erfolgreicher Auftakt der Initiative eHealth.Metropolregion am 16. Juni 2016 in Braunschweig
Florysiak: „Die Digitalisierung ist der Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung“ Mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesundheitswesen hat die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH im Bildungszentrum des Klinikum Braunschweig den Startschuss für ihre Initiative eHealth.Metropolregion gegeben. Ziel der vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und den Städten Braunschweig und Göttingen geförderten Initiative ist es, für die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu werben und nationale und internationale Netzwerke aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand aufzubauen. „Wir wollen gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern Lösungen für eine optimale Gesundheitsversorgung entwickeln und umsetzen – und zwar überall und für alle“, so der Geschäftsführer der Metropolregion GmbH, Kai Florysiak. „Denken wir an Schlaganfallpatienten und die Nachsorge, denken wir an Onkologiepatienten, an ältere Menschen, die unter Alzheimer, Herzschwäche, Zucker usw. möglicherweise gleichzeitig leiden oder an Familien auf dem Dorf, wo es keinen Arzt mehr gibt – die Digitalisierung bietet für alle riesige Chancen, die wir nutzen wollen“, so Florysiak weiter.
Bereits im Herbst 2015 wurde ein Arbeitskreis der kommunalen Großkrankenhäuser und Hochschulkliniken der Metropolregion unter Vorsitz von Dr. Christoph Seidel, CIO des Klinikums Braunschweig, ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der symeda GmbH hat die Metropolregion, gefördert durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser sowie die Medizinische Hochschule Hannover und das Klinikum Braunschweig ein Finanzierungsmodell für eine IT-Infrastruktur entwickelt. Ziel ist der optimale Datenaustausch zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, Reha- und Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen. Geht es nach den Akteuren der Initiative, gibt es zukünftig mindestens elektronische Entlassbriefe beim Verlassen des Krankenhauses und eine einheitliche Patientenakte, auf die die beteiligten Kliniken und Ärzte zugunsten einer abgestimmten Therapie Zugriff haben. Zugleich beteiligt sich die Metropolregion an einem europaweiten Konsortium unter Federführung von Finnland zum Thema eHealth. In den nächsten Monaten werden ein Szenarioworkshop, eine Dialogreihe in Kooperation mit dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig, Workshops mit Akteuren der Gesundheitswirtschaft in den Teilregionen und verschiedene Netzwerkveranstaltungen stattfinden. In einem ersten Schritt stellt sich die Initiative am 4. Juli bei der TELEMED, dem 21. Nationalen Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin in Berlin vor. Die Initiative eHealth.Metropolregion ist eng vernetzt mit den Aktivitäten des Landes Niedersachsen und des Bundes und baut auf dem Projekt eHealth.Braunschweig mit der Gesundheitsdatenbank für Niedersachsen auf.

 » Kurzbericht Auftaktveranstaltung eHealth.Metropolregion

eHealth.Metropolregion: Veranstaltungen und Aktivitäten 2016

Mit Unterstützung durch das Land Niedersachsen sowie der Städte Braunschweig und Göttingen konnte zum Frühjahr 2016 eine Projektleitstelle bis zum 31.12.2017 installiert werden. Die sehr gut besuchte und hochkarätig besetzte Auftaktveranstaltung für die gesamte Initiative fand am 16.06.2016 im Klinikum Braunschweig statt.

Des Weiteren finden noch in diesem Jahr folgende Veranstaltungen statt:

  • Workshops mit Fachleuten in unterschiedlichen Regionen Niedersachsens zur Identifikation von Herausforderungen vor Ort sowie zur Feststellung der technologischen Ausgangspositionen und Kooperationsmöglichkeiten in den jeweiligen Regionen mit dem Ziel, konkrete Handlungsschritte in der Gesundheitsversorgung vor Ort zu diskutieren. Die Terminierung dieser Workshops läuft z.Zt. in enger Abstimmung mit den regionalen / lokalen Netzwerken.
  • Dialogveranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit zu unterschiedlichen Fragestellungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen in Kooperation mit dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig (» zur Veranstaltung).
  • eine Netzwerkveranstaltung für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und Vertreter von Forschung und Wissenschaft sowie aus dem Gesundheitswesen in Hannover zur Förderung der Kommunikation und Vernetzung und zur Identifizierung möglicher Synergien (» zur Veranstaltung)

Vergangene Veranstaltungen:

Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe zum Thema „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ im Rahmen der Initiative eHealth.Metropolregion

Gemeinsam  mit  ca.  60  Teilnehmerinnen  und  Teilnehmern unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen fand am 6. Oktober 2016 die erste von drei Veranstaltungen einer Dialogreihe zum Thema „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ im Haus der Wissenschaft (Braunschweig) statt. Die Veranstaltung hat die gesamte Bandbreite der eHealth-Thematik beleuchtet, wobei insbesondere Fragen zu möglichen eHealth-Anwendungen sowie zum Schutz medizinischer Daten offen und sachlich mit den Referenten diskutiert wurden. Die meisten Besucher waren sehr interessiert, was an der hohen Anzahl an Fragen und Kommentaren festzustellen war. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig, dass eHealth viel mehr ist als Gesundheit-Apps auf dem privaten Smartphone. Die Digitalisierung gesundheits-bezogener Produkte, Dienstleistungen und Prozesse im Gesundheitswesen stellt vielmehr eine realistische Chance dar, die klassischen Sektorengrenzen zugunsten einer patientenorientierten, abgestimmten und effizienten Gesundheitsversorgung zu überwinden. Genau darin fokussiert sich die Initiative eHealth.Metropolregion (weitere Infos zur Veranstaltungsreihe und zu anderen eHealth-bezogenen Aktivitäten unter www.metropolregion.de/ehealth).

dc38629 dc38623 dc38601 dc38586

 

 

Digital und vernetzt in eine gesunde Zukunft! eHealth als Chance in der Metropolregion.

Am 03.11.2016 fand unter Federführung der Metropolregion GmbH die erste gemeinsame Netzwerkveranstaltung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, dem Verein Gesundheitswirtschaft Hannover und der Landesinitiative eHealth.Niedersachsen zum Thema eHealth / Chancen der Digitalisierung für die regionale (Gesundheits-)Wirtschaft mit knapp 70 anwesenden Gästen im KRH Klinikum Siloah statt.
Nach Grußworten von Ralf Borchers als Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie der kooperierenden Partnern, wurde der Vortragsblock durch eine sehr lebendige und aufschlussreiche Keynote von Prof. Dr. Arno Elmer eingeleitet.

Dem folgten vier ausgezeichnete Praxisbeispiele, die zeigen konnten, dass eHealth in Niedersachsen schon längst Alltag ist. Zudem wurden die Potentiale dieses Trends eindrucksvoll dargestellt.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Networking Block, welcher ein intensiver und lockerer Austausch der Gäste aus der regionalen Gesundheitswirtschaft sowie aus Wissenschaft, Politik und Verbänden ermöglichte.

Pressemitteilung hier klicken

Keynote (klicken)

Praxisbeispiel 1 (klicken)

Praxisbeispiel 2 (klicken)

Praxisbeispiel 3 (klicken)

Praxisbeispiel 4 (klicken)

dsc05243 dsc05166 dsc05183 dsc05151 dsc05098 dsc05405

Bilder © Telke Nieter.

Weitere abgeschlossene und/oder geplante Projekte

Entwicklung eines Betreibermodells für eine sektorenübergreifende Telematikinfrastruktur

Im Rahmen dieses Projekts wurde ein Betreiber- und Finanzierungsmodell für eine sektorenübergreifende Basisinfrastruktur als Grundlage für innovative Versorgungsdienstleistungen entwickelt und mit zentralen Akteuren diskutiert. Die inhaltliche Begleitung erfolgte durch den im Jahr 2015 gegründeten Arbeitskreis SeKoM (Standardisierte, sektorenübergreifende Kommunikation in der Metropolregion) unter Leitung von Dr. Christoph Seidel (Klinikum Braunschweig), dem die IT-Leitungen der kommunalen Großkrankenhäuser und Hochschulkliniken angehören. Das Projekt endete zum 30.06.2016.
Aktuell finden Gespräche zur Umsetzung (insbesondere Finanzierung) statt.

Angehörige IT-Leitungen der kommunalen Großkrankenhäuser und Hochschulkliniken:

» Diakonische Dienste Hannover C. Geveke
» Universitätsmedizin Göttingen Grodzki, Leiter Informationstechnologie
» Institut für Medizinische Informatik der MHH und TU BS Prof. Dr. R.Haux – Peter L. Reichertz, Leiter
» Symeda GmbH Braunschweig – Dr. N. Hellrung, Geschäftsführer
» Allgemeines Krankenhaus Celle i.V. –  Jochen Albert; Koch
» Medizinische Hochschule Hannover Zentrum für InformationsmanagementMay, Leiter
» Klinikum Braunschweig – Dr. C. Seidel, Geschäftsbereich IT- und Unternehmensentwickung
» Metropolregion GmbHFlorysiak, Geschäftsführer

Beitrag Tagungsband der Telemed2016

AAL-Wohnungen in der Forschung und Praxis

Auf Initiative der Metropolregion und mit Unterstützung des Peter L. Reichertz Instituts für medizinische Informatik der TU Braunschweig und der MH Hannover wurde ein Antrag im Rahmen des Zukunftsforums Niedersachsen (Demografieprojekte) an das Land Niedersachsen gestellt. Inhalt des Projektes sollen moderne, technikunterstützte Wohnformen für komfortable und sichere Lebensweisen im demografischen Wandel sein. Ziel ist es, das Leben in den eigenen vier Wänden in Bezug auf zeitnahe Versorgung etc. zu ermöglichen. Dabei werden zwei Ansätze verfolgt:

  • Wohnen mit intelligenter Technik (WOMIT) ermöglicht den Ausbau von Wohnungen zu einem weiteren medizinischen Standort neben den Kliniken und Arztpraxen (Forschung).
  • Intelligente Technik ermöglicht bereits heute eine Erleichterung des Alltags in der Wohnung und auch hierdurch einen längeren Verbleib in der eigenen Wohnung (Praxis).

Erstmals soll dies mit dem vorliegenden Projekt auch im ländlichen Raum geschehen. Im Fokus sind hierbei Wohnungen in Seesen und Goslar, was auch die in der Metropolregion bedeutsame Kooperation von Städten und ländlichen Räumen stärkt. Antragsteller ist eine Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Nibelungen-Wohnbau GmbH und der Wiederaufbau eG.

INCA (Innovate & Care)

Gemeinsam mit Partnern aus Finnland (Lead Partner), Spanien, Tschechien und Litauen wurde am 13.05.2016 ein EU-Antrag mit tatkräftiger Unterstützung der Metropolregion im Rahmen des Programms Interreg Europe gestellt. Die Metropolregion verfolgt dabei das Ziel, ein Innovationsnetzwerk eHealth.Metropolregion aufzubauen. Mit einem Ergebnis wird Anfang 2017 gerechnet.

Verbesserung der Interdisziplinären Schlaganfallversorgung

Ausgehend von der Ärztegenossenschaft Niedersachsen-Bremen, der Ammerland Klinik GmbH, dem Ärztenetz plexxon sowie der Innovation Health Partners (IHP) unter Leitung von Prof. Dr. Elmer und in Abstimmung mit dem Arbeitskreis SeKoM tritt die Metropolregion als Partner dieses Projekts unter Maßgabe einer Ausweitung auf die Metropolregion (z.B. Klinikum Braunschweig) nach erfolgreichem Projektstart auf. Das Projekt soll und wird zeigen, dass mit der Optimierung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen, Versorgungseinrichtungen und Berufsgruppen eine Verbesserung der Versorgungsqualität und Versorgungseffizienz erreicht wird, Risikopotentiale verringert und folgerichtig Versorgungsdefizite abgebaut werden. Ein Antrag an den Innovationsfonds des Bundes wurde gestellt.

Elektronischer Krankenhausentlassbericht

Die Metropolregion ist Kooperationspartner eines im Rahmen des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gestellten Antrags unter Konsortialführung Techniker Krankenkasse zur Förderung eines Projektes zur Entwicklung, Pilotierung und Evaluation eines elektronischen Krankenhausentlassungsberichts (eKHEB) und wird bei erfolgreicher Antragstellung zu einer Ausbreitung der Ergebnisse in der Metropolregion beitragen. Ziel ist die Optimierung des Überleitungsmanagements durch schnellere – digitale – Zurverfügungstellung der Entlassdaten an nachsorgende Stellen. Das Klinikum Braunschweig ist Konsortialpartner und wird im Falle einer erfolgreichen Antragstellung daher unmittelbar profitieren. Erste Ergebnisse werden ein Jahr nach Bewilligung erwartet. Aufgrund der komplexen Struktur des Innovationsfonds

Open Innovation Plattform

Gemeinsam mit dem Entrepreneurshipcenter der TU Braunschweig und der Ostfalia sowie der Symeda GmbH wird ein Konzept für eine metropolregionale Open Innovation Plattform entwickelt, um den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zugunsten von mehr Start ups und mehr Innovation zu stärken. Das Konzept soll in einen Förderantrag auf Bundesebene zur Umsetzung der Plattform münden. Innovative Impulse insbesondere für Braunschweig sind hier zu erwarten.

Programm im Handlungsfeld Gesundheitswirtschaft

Aufgrund der herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung und der wissenschaftlichen Potentiale in der Metropolregion, wird das Handlungsfeld Gesundheitswirtschaft perspektivisch mit deutlich mehr Engagement bearbeitet werden.
Als Schwerpunkt für die Projektentwicklung wurden die Bereiche „Medizintechnik/Hilfsmittel“, „eHealth“ und „Life Science“ definiert. Das Handlungsfeld weist, etwa hinsichtlich der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, eine hohe gesellschaftliche Relevanz auf. Daneben existieren bedeutsame Potenziale für technologische Innovationen, die eine wirtschaftliche Dynamik befördern.
Auch auf Landesebene wird den Bereichen eHealth und Medizintechnik strukturpolitisch ein besonderes Gewicht beigemessen.

Ziele:

-Verbesserung der Gesundheitsversorgung (auch im ländlichen Raum)
-Platzierung der Metropolregion als innovative Hightech-Region
-Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft
-Förderung von innovativen Wirtschaftsbereichen und Hebung von Arbeitsplatzpotenzialen

Andere ehealth-bezogene Initiativen in Niedersachsen