Hannover. Die Gesundheitswirtschaft ist eines der zentralen Handlungsfelder der Metropolregion. „Demographie, medizinischer Fortschritt und die Digitalisierung stellen den Gesundheitsbereich vor große Herausforderungen und bieten gleichzeitig enorme Chancen“, unterstreicht Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen sollen die Akteure aus der Metropolregion jetzt noch stärker bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Gesundheits-Produkten und Dienstleistungen unterstützt werden. Die Steuerung dieser Initiative übernimmt jetzt ein Lenkungskreis unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Erich Barke.

 

„Nicht nur die persönliche Gesundheit ist für die Menschen in der Metropolregion von essentieller Bedeutung, auch aus wirtschaftlicher Betrachtung spielt der Gesundheitsbereich eine herausragende Rolle – hinsichtlich der Arbeitsplätze und der Wertschöpfung auf Augenhöhe mit der Automobilwirtschaft. Die Stärken der wissenschaftlichen Einrichtungen auf der einen sowie der Unternehmen auf der anderen Seite sind beachtlich. Allerdings werden die Potenziale, die sich aus dem Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft ergeben, bisher nicht ausreichend genutzt“, ist Barke überzeugt. Der Kreis an Entscheidungsträgern, den der ehemalige Präsident der Leibniz Universität Hannover derzeit auf Initiative der Metropolregion zusammenstellt, will diese Potenziale nun gemeinsam mit weiteren Partnern heben.

 

„Insbesondere in den Bereichen Medizintechnik, Life Sciences und eHealth sehe ich vielversprechende Ansätze, um die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft weiter zu stärken. Durch unsere Arbeit wollen wir die Sichtbarkeit der Branche und ihrer innovativen Lösungen erhöhen und Wettbewerbsvorteile schaffen, von denen Wissenschaft, Wirtschaft und die Menschen in der Metropolregion gleichermaßen profitieren“, erklärt Barke. Das Gremium, dem rund zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung angehören werden, wird vor allem die notwendigen Akteure zusammenzubringen und konkrete Projekte auf den Weg bringen. „Unser Ziel ist es, Wissenschaftler mit Produktentwicklern aus der Wirtschaft zusammenzuführen und schnell zu praxistauglichen Anwendungen zu kommen“.

 

„Ich freue mich, dass wir mit Prof. Barke eine herausragende Persönlichkeit aus der Metropolregion dafür gewinnen konnten, den wichtigen Themenbereich der Gesundheitswirtschaft weiter voranzubringen. Seine langjährigen Erfahrungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft und die exzellente Vernetzung werden den Lenkungskreis zu einem starken Motor der Entwicklung machen“, ist Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH, überzeugt.

 

„Gerade im Bereich der Gesundheitswirtschaft ist die Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg. Die Metropolregion mit ihren sowohl städtisch, als auch ländlich geprägten Regionen zwischen Harz, Heide, Elbe und Weser bietet die Möglichkeit, voneinander zu lernen und gemeinsam Innovationen auf den Weg zu bringen, die auch Vorbildcharakter für andere Regionen haben und weithin sichtbar sind“, so Florysiak weiter. Den Lenkungskreis sieht der Geschäftsführer daher vor allem auch als Angebot an alle Akteure, bereits vorhandene, erfolgversprechende Ideen und Projekte miteinander zu vernetzen und zu verstärken. Die enge Zusammenarbeit mit Verbänden, Netzwerken und Wirtschaftsförderungen aus allen Teilen der Metropolregion sei vor diesem Hintergrund selbstverständlich.

 

Die erste Sitzung des Gremiums unter Leitung von Prof. Barke ist im September geplant. Bei der Auswahl und Umsetzung von Projekten, wird der Lenkungskreis von einem Fachbeirat unterstützt, der sich aus Experten und Multiplikatoren aus der metropolregionalen Gesundheitswirtschaft zusammensetzen soll.

Bild: Leibniz Universität Hannover

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