Wolfsburg, 5. September, 2017.- Die. Gemeinsam mit der Volkswagen AG und dem VfL Wolfsburg plant die Stadt Wolfsburg, die Markthalle in der nördlichen Porschestraße zu einem Zentrum für Digitalisierung, CoCreation und Jugendförderung mit dem Arbeitstitel „Digital HUB@WOB“ zu entwickeln. Von den Akteuren liegen Absichtserklärungen vor, das Gebäude für bis zu zehn Jahre zu diesem Zweck zu nutzen. Der Rat der Stadt soll in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. September 2017, einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fassen. Im nächsten Schritt soll ein gemeinsames Umsetzungs- und Finanzierungskonzept mit allen Kooperationspartnern sowie der Neuland Wohnungsgesellschaft mbH als Eigentümer der Markthalle entstehen. Neben einer detaillierten Entwicklungskosten-, Finanz- und Personalplanung beinhaltet dies auch die Analyse möglicher Betreibermodelle. Die Stadt Wolfsburg wird mit dem Land Niedersachsen Gespräche aufnehmen um eine finanzielle Unterstützung für dieses innovative Konzept zu erwirken.

Der Digital HUB@WOB soll für Unternehmen und Gründer innovative Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Ziel ist die Förderung von Innovationen im Bereich der Digitalisierung und die Stärkung Wolfsburgs als Startup-Zentrum. Zudem soll es zu einem Treffpunkt der digitalen Stadtgesellschaft werden und allen Interessierten eine Partizipationsplattform bieten. „Die Umsetzung dieses Projekts soll ein Leuchtturmprojekt der Initiative #WolfsburgDigital werden und zur Sichtbarkeit von #WolfsburgDigital in der Stadtgesellschaft und der Wirtschaft beitragen. Durch die Integration des Jugendortes Haltestelle in das Gesamtkonzept, schaffen wir es gleichzeitig, die Jugend beim wichtigsten Zukunftsthema der Stadt zentral zu beteiligen“, sagt Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Wir übernehmen mit unserer aktiven Beteiligung an der Initiative #WolfsburgDigital eine gesellschaftliche Verantwortung und sehen sie als weiteren Baustein der Zukunftsstrategie des Volkswagen Konzerns. Denn Digitalisierung und Elektrifizierung bringen den größten Veränderungsprozess in der Geschichte der Automobilindustrie. Auch Arbeit und Leben verändern sich in einer zunehmend digitalisierten Welt. Gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg machen wir daher den Konzernsitz zum Herzstück für die Digitalisierung. Die Markthalle als Digital HUB@WOB wird dabei mit der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger zum Reallabor für digitale Dienstleistungen, neue Geschäftsfelder und neue Arbeitsweisen“, sagt Johann Jungwirth, Chief Digital Officer des Volkswagen Konzerns. „Der VfL Wolfsburg setzt auf innovative Techniken und Digitalisierung und will auf diesen Gebieten stets eine Vorreiterrolle unter den deutschen Profivereinen einnehmen. In der Markthalle ein neues Zentrum für Digitalisierung, CoCreation und Jugendförderung zu schaffen, begrüßen wir deshalb ausdrücklich und freuen uns, als Kooperationspartner bei diesem für Wolfsburg und unsere gesamte Region richtungsweisenden Projekt mit an Bord sein zu können“, betont Dr. Tim Schumacher, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg. Folgende Bereiche sollen künftig in der Markthalle, früher die Lebensmittelabteilung des Kaufhauses Hertie und anschließend als kulinarischer Treffpunkt genutzt, Platz finden:

Coworking Space: Die Keimzelle digitaler Formate der Stadt, das kommunale CoworkingSpace Schiller40, bietet Kurzzeitarbeitsplätze und flexibel nutzbare Räume für unterschiedlichste digitale Formate, Meetings oder Workshops; die bestehenden Strukturen und Angebote sollen an neuem Ort weitergeführt und ausgebaut werden. Digital Space: Der Digital Space umfasst einen teilöffentlichen Bereich im Erdgeschoss der Markthalle. Vorstellbar sind dort beispielsweise ein Broadcast-Studio, ein Augmented und Virtual Reality-Studio sowie Workshop- und Eventflächen. Für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen ist im Erdgeschoss ein flexibler Veranstaltungsbereich vorgesehen, der für alle Projektpartner nutzbar ist. Die niedrigschwelligen Angebote richten sich auch an Jugendliche, Schulen und Kultureinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen an verschiedene Zielgruppen und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe an der Digitalisierung. Formate wie die Smartphoneschule sollen ausgebaut werden. Der Hub soll damit gezielt als Lern- und Qualifizierungsort der digitalen Transformation entwickelt werden.

Maker und Fab Lab: Durch die Einrichtung einer umfangreichen Experimentierwerkstatt wird die Stärkung von Erfindergeist, Startup-Kultur und Innovation befördert. Neben Holz- und Metallwerkzeugen werden beispielsweise auch 3D-Drucker bereitgestellt. Co Creation/Service Innovation Corner (SINCO): Die Volkswagen AG plant im Obergeschoss einen internen innovativen Ort zum Experimentieren und zur Entwicklung digitaler Produkte und Prozesse. Die Abteilung „Digitalisierung/Smart Mobility“ der Volkswagen AG plant die Markthalle als Büro- und Workshopfläche mittelfristig zu nutzen.

Café: Als gastronomisches Angebot und Ort zum Netzwerken dient ein Café mit angegliedertem Loungebereich im Erdgeschoss, das extern betrieben werden soll. Jugendzentrum „Haltestelle“: Das bestehende Jugendzentrum „Haltestelle“ in der Trägerschaft der Jugendförderung der Stadt Wolfsburg befindet sich bereits in der Markthalle. Als Bestandteil des Digital HUB kann die „Digitale Offene Kinder- und Jugendarbeit“ mit medienpädagogischen Angeboten ausgebaut werden.

Football goes digital:: Der VfL Wolfsburg möchte die digitale und analoge Welt des Fußballs im HUB platzieren, um auch außerhalb der Volkswagen Arena Kindern und Jugendlichen den Sport näher zu bringen und ihnen vielfältige Angebote anbieten zu können. Durch eine enge Kooperation mit der kommunalen Jugendförderung werden die Themen Sport, Fußball, Bewegung und E-Sport/Gaming für die Zielgruppen erfahrbar gemacht.

Die Neuland befindet sich derzeit mit Unterstützung der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing (WMG) mit den aktuellen Mietern der Markthalle in Gesprächen, um für alle Beteiligten eine gute Lösungen zu finden.

Pressekontakt: Kommunikation, Florian Reupke, Tel: (05361) 28-2301

Bild: Stadt Wolfsburg