Erstes Treffen in Clausthal-Zellerfeld

Mit der Kreislaufwirtschaft wird das Ziel verfolgt, dass eingesetzte Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückkehren. Universitäten und Forschungseinrichtungen mehrerer europäischer Länder wollen zu diesem Thema gemeinsam ein E-Learning-Angebot in Form eines sogenannten MOOC erstellen. Das erste Treffen der Partner hat im Institut für Maschinenwesen der TU Clausthal stattgefunden, bei dem die Leitung des Projektes liegt.

 

Internationales Vorhaben

Die vier Buchstaben MOOC stehen für Massive Open Online Course. Ein solches Angebot kombiniert traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Online-Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können. Gefördert wird das internationale Vorhaben im ersten Jahr mit rund 240.000 Euro vom EIT Raw Materials und damit aus Mitteln der Europäischen Union. Ein Folgeprojekt ist bereits beantragt. Der vorläufige Titel des MOOC lautet „Design for R”. Das „R” steht dabei im englischen Sprachgebrauch für Repair, Reuse, Remanufacturing, Refurbishment und Recycling, also für Gestaltungsprinzipien, die zum Ausbau einer Kreislaufwirtschaft beitragen sollen.

Projektpartner des Instituts für Maschinenwesen um Professor Armin Lohrengel sind die TU Delft und die Universität Leiden aus den Niederlanden sowie das schwedische Forschungsinstitut Swerea. Alle Einrichtungen forschen auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft und haben bereits Erfahrung damit, Online-Angebote zu konzipieren und durchzuführen. Im aktuellen Vorhaben wollen die Kooperationspartner mit Industrieunternehmen aus den beteiligten Ländern zusammenarbeiten. Beispiele aus der Praxis sollen in Form von Fallstudien aufgearbeitet und auf ihren Nutzen sowie den erforderlichen Aufwand untersucht werden. Ziel ist es, dass das innovative, englischsprachige Online-Angebot später EU-weit von Universitäten und Unternehmen genutzt werden kann.

„Für die Entwicklung einer solchen Lerneinheit im Bereich des E-Learning über Ländergrenzen hinweg ist eine besonders enge Zusammenarbeit der Partner notwendig”, sagt Diplom-Ingenieur Max Prumbohm von der TU Clausthal. So war der erste Termin von intensiven Gesprächen zur inhaltlichen Gestaltung und Ausrichtung sowie der zeitlichen Umsetzung der einzelnen Bestandteile geprägt. Die TU Clausthal beteiligt sich zum ersten Mal an der Entwicklung eines MOOC. Daher wird die Projektgruppe vom ersten Treffen an durch einen Vertreter des universitätseigenen Zentrums für Hochschuldidaktik unterstützt. Die zweite Zusammenkunft wird im Juli in den Niederlanden sein.

Kontakt:

TU Clausthal

Pressesprecher

Christian Ernst

Telefon: +49 5323 72-3904

E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

CLAUSTHAL-ZELLERFELD, 11. Mai 2017

Bild: TU-Clausthal, Pressestelle