HEIDELBERG / HANNOVER / GÖTTINGEN. Ein großer Erfolg für die Medizininformatik in der Metropolregion: Das Konsortium „HiGHmed“ hat im Juli den Zuschlag für eine Förderung im Rahmen der „Medizininformatik-Initiative“ der Bundesregierung erhalten. Die drei Universitätskliniken Heidelberg, Göttingen und Hannover sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum wollen gemeinsam durch neue medizininformatische Lösungen und einen übergreifenden Datenaustausch Krankenhausinfektionen besser bekämpfen sowie Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch personalisierte Ansätze wirkungsvoller behandeln. „HiGHmed“ erhält in den Jahren 2018 bis 2021 insgesamt rund 30 Millionen Euro, von denen etwa 13,6 Millionen Euro in die Metropolregion fließen.

 

„Unsere Vision ist, dass jede Ärztin und jeder Arzt, egal ob in Kliniken, Haus- oder Facharztpraxen, alle verfügbaren Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse auf Knopfdruck abrufen und in seine Therapieentscheidungen einbeziehen kann. Dadurch werden die Patientinnen und Patienten zukünftig noch besser beraten und therapiert“, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka anlässlich der Bekanntgabe der geförderten Zentren. Die Etablierung eines digital vernetzten Gesundheitssystems sei eine nationale und gemeinschaftliche Aufgabe.

 

„Was wir brauchen, sind intelligente Lösungsstrategien, die über einzelne Standorte hinausgehen. Mit ‚HiGHmed‘ haben wir einen gemeinsamen Ansatz entwickelt, den wir jetzt dank der Förderung durch das BMBF fortführen können“, so Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandssprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bringt neben ihren Expertisen in der Krankenversorgung und Forschung das Fachwissen aus dem Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik ein, dass sie gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig betreibt. „Wir brauchen innovative IT-Ansätze, um die Versorgung jedes einzelnen Patienten zu verbessern, das Gesamtsystem zu optimieren und der Forschung die bestmöglichen Daten für die Medizin von morgen bereitzustellen“, betonte MHH-Präsident Prof. Dr. Christopher Baum. Als weitere Partner aus der Metropolregion sind die Hochschule Hannover, die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung an dem Projekt beteiligt.

Foto: HiGHmed / Eils

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