Glückwünsche von der Leibniz Universität Hannover und vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover und Potsdam

 

HANNOVER, 3. Oktober 2017.- Die Leibniz Universität Hannover und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI) in Hannover und Potsdam gratulieren Rainer Weiss, Barry C. Barish und Kip S. Thorne zum Nobelpreis für Physik 2017: „Wir gratulieren unseren Kollegen von Herzen und freuen uns sehr über diese Auszeichnung für drei Pioniere der Gravitationswellenforschung. Sie haben ihr Ziel nie aus den Augen verloren und Generationen junger Wissenschaftler inspiriert,“ erklären Prof. Bruce Allen (Professor an der Leibniz Universität), Prof. Alessandra Buonanno und Prof. Karsten Danzmann (Professor an der Leibniz Universität), die das AEI leiten, sowie Bernard F. Schutz als emeritierter Gründungsdirektor des AEI. „Wir sind stolz, Teil der internationalen Kollaboration zu sein, die vor rund zwei Jahren die erste Gravitationswelle entdeckt hat, als diese die Erde durchlief. Das war ein Wendepunkt für die astronomische und astrophysikalische Forschung. Wir haben damit ein neues Werkzeug zur Beobachtung des Universums“. Auch der Präsident der Leibniz Universität Hannover ist begeistert. „Ich freue mich sehr, dass der Nobelpreis in diesem Jahr an diesen bahnbrechenden wissenschaftlichen Nachweis von Gravitationswellen geht“, sagt Prof. Dr. Volker Epping. „Ich freue mich umso mehr, weil an der Entwicklung der Gravitationswellen-Messtechnik Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um unseren Professor Karsten Danzmann in Hannover maßgeblich beteiligt waren und in die Ligo-Kollaboration involviert sind“.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und des Max-Planck-Instituts haben in Zusammenarbeit mit britischen Forschern viele der Laser-Schlüsseltechnologien, die zur nie zuvor erreichten Empfindlichkeit von aLIGO beigetragen haben, entwickelt und im Gravitationswellen-Detektor GEO600 in Ruthe bei Hannover getestet. GEO600 dient als Ideenschmiede und Prüfstand für fortschrittliche Detektortechnologien. Auch die Datenanalyse läuft zum großen Teil in Hannover. Die meisten Messdaten der Observatorien in den USA landen im hannoverschen Cluster Atlas, dem weltweit größten Computercluster zur Datenanalyse von Gravitationswellen.

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Bild: © S. Ossokine, A. Buonanno (Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik), Simulating eXtreme Spacetimes Projekt, W. Benger (Airborne Hydro Mapping GmbH)