Das Wissen über und die Praxis der offenen Wissenschaft („Open Science“) weiter voranbringen – das ist das erklärte Ziel des Fellow-Programms „Freies Wissen“. Nach der Erstausschreibung in 2016 ist für die zweite Runde in 2017 die VolkswagenStiftung neue Partnerin in dem von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiierten Programm.

Nachwuchswissenschaftler(innen) verschiedener Fachdisziplinen sollen auch in diesem Jahr darin bestärkt werden, die Praxis wissenschaftlicher Forschung und Lehre mit den Möglichkeiten offener Wissenschaft zusammenzubringen. Sie sollen die Chance erhalten, die sog. Open Science in ihrer Forschungspraxis auszuprobieren. Das Fellow-Programm „Freie Wissen“ ist darauf ausgerichtet, dass essenzielle Bestandteile wissenschaftlicher Prozesses (Methoden, Forschungsdaten, Publikationen u. ä.) offen zugänglich und nachnutzbar gemacht werden. Auf diese Weise können Wissenschaftler(innen) der Öffentlichkeit sowie anderen Forschenden diese Daten und Informationen als Wissensallmende zur Verfügung stellen.

Das Förderprogramm „Freies Wissen“ geht ab Herbst 2017 in eine neue Runde, Bewerbungen für Stipendien sind ab sofort möglich. Gemeinsam mit Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband unterstützt die VolkswagenStiftung als neue Partnerin diese zweite Ausschreibungsrunde: Sie richtet sich an Doktorand(inn)en, Post-Docs und Juniorprofessor(inn)en, die ihre Forschungsprozesse offen gestalten möchten. Als wissenschaftliche Partner sind die Technische Informationsbibliothek (TIB), das Museum für Naturkunde Berlin, das Center für Digitale Systeme (CeDiS) und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen mit Qualifizierungsangeboten beteiligt.

„Die VolkswagenStiftung engagiert sich im Fellowship-Programm „Freies Wissen“, da sie es als wichtig erachtet, Wissenschaft zu öffnen und gesellschaftliche Akteure an der Produktion von Wissen mitwirken zu lassen“, erklärt Dr. Johanna Brumberg, die bei der VolkswagenStiftung Ansprechpartnerin für das Programm ist. „Wir möchten, dass mehr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei unterstützt werden, Open Science in ihre eigene wissenschaftliche Arbeit zu integrieren und darüber hinaus als Botschafterinnen und Botschafter andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihren wissenschaftlichen Institutionen für dieses Thema sensibilisieren.“

 

Austausch ist der Schlüssel

 

Um die Idee und Umsetzung einer offenen Wissenschaft und Forschung im Sinne von Open Science zu befördern, wird in dem Programm „Freies Wissen“ besonderer Wert auf den Austausch und die Vernetzung von Aktiven in diesem Bereich gelegt. Es bietet die Möglichkeit, sich mit Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen auszutauschen, die Einblicke in ihre freie Forschungspraxis bieten.

 

Im Programmjahr 2017/2018 werden insgesamt bis zu 20 Stipendien vergeben, im Programmjahr 2016/2017 wurden bereits insgesamt zehn Wissenschaftler(innen) aus unterschiedlichen Disziplinen gefördert. Ein erstes Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Geförderten sowie ihrer Mentor(inn)en ist der Berliner Appell für eine Offene Wissenschaft, der fünf Handlungsempfehlungen für Politik und Forschung enthält, um die sich bietenden Vorteile einer offenen Wissenschaft ausschöpfen zu können. Er wurde am 8. Juni 2017 an Entscheidende wie die Mitglieder der Hochschulrektorenkonferenz, der Kultusministerkonferenz sowie die wissenschaftspolitischen Sprecher(innen) der Bundestags- und Landtagsfraktionen gesendet.

 

Alle Informationen zum Fellow-Programm Freies Wissen erhalten Sie bei Wikimedia Deutschland unter www.wikimedia.de/fellowprogramm sowie beim Stifterverband unter www.stifterverband.org/freies-wissen.

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