Fachkräftesicherung

Ohne eine ausreichende Zahl von Fachkräften kann die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Gebiet der Metropolregion nicht gesichert werden. Bereits jetzt ist in einigen Branchen und Gebieten der Metropolregion ein Fachkräftemangel erkennbar. Diese Tendenz wird sich durch den demografischen Wandel und den wachsenden Personalbedarf in wissensintensiven Bereichen in den kommenden Jahren deutlich verstärken. In den Gesundheitsberufen kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung der Bedarf an Dienstleistungen im Gesundheits- und Pflegebereich steigt und damit die Nachfrage nach qualifiziertem Personal sich weiter erhöhen wird. In zahlreichen Handwerksberufen droht ein Mangel an Fachkräften.

Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist in erster Linie die Aufgabe der Unternehmen und Sozialpartner. Für die Metropolregion ergeben sich Möglichkeiten der Koordination teilregionaler Aktivitäten zur Standortwerbung. Bei der Realisierung von Projekten in den Handlungsfeldern der Metropolregion soll die Sicherung der Fachkräftebasis angemessen thematisiert werden. Im Kontext der Internationalisierung gilt die Steigerung der Attraktivität der Metropolregion für ausländische Fachkräfte als eine wichtige Aufgabe. Bei internationalen Kooperationsprojekten sollen die Möglichkeiten der Integration von Initiativen zur Fachkräftegewinnung geprüft werden.

Eine fachliche Grundlage der Arbeit der Metropolregion GmbH im Bereich Fachkräftesicherung ist die Erklärung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der IG Metall, der IG Bergbau, Chemie, Energie, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und der Bundesagentur für Arbeit zur Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland.

Weiterhin orientiert sich die Metropolregion an dem Fachkräftekonzept der Bundesregierung. Dort werden fünf Schwerpunkte benannt:

  • Aktivierung und Beschäftigungssicherung
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung
  • Bildungschancen für alle von Anfang an
  • Integration und qualifizierte Zuwanderung
Ziele
  • Sicherung und Stärkung der Fachkräftebasis in der Metropolregion
  • Stärkung vorhandener Initiativen zur Fachkräftegewinnung durch Vernetzung der Akteure aus: Wirtschaft, Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen
  • Realisierung von Initiativen zur Fachkräftegewinnung im Kontext der Internationalisierung der Metropolregion.
Fachliche Grundlagen/Studien
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Fachkräftesicherung – Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung (2011)
  • Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Fachkräfteinitiative Niedersachsen, Fachkräfte für Niedersachsen. Eine Initiative der Arbeitsmarktpartner (2014)