HANNOVER, 5. Januar 2017.-  Der Anstieg des Meeresspiegels, stärkere Stürme, häufigere und höhere Sturmfluten – der Klimawandel wird insbesondere den Küstenschutz in den kommenden Jahrzehnten vor große Herausforderungen stellen. Diesem Thema widmet sich das EU-Verbundprojekt „HYDRALAB+ Adaptation for Climate Change“. Das Forschungszentrum Küste (FZK) als gemeinsame Einrichtung der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig sowie das Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Leibniz Universität sind maßgeblich beteiligt.

Sturmfluten und Monsterwellen im Labor

Im großen Wellenkanal in Marienwerder wurde das Modell eines Sandstrandes mit einer Ufermauer aufgebaut. Die künstlich erzeugten Wellen konnten die Wirkung des Seegangs auf die Mauer und den Strand sowie den Wellenüberlauf auf die Strandpromenade in Sturmflutsituationen zeigen. Ein Schwerpunkt bei HYDRALAB+, aber auch bei anderen Versuchen mit der Beteiligung des FZK, liegt auf sanften Küstenschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. So befasst sich ein kürzlich gestartetes, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördertes Verbundprojekt von TU Braunschweig, Leibniz Universität Hannover und Hochschule Hannover mit der Wiederansiedlung von Seegraswiesen zum Küstenschutz. Im Projekt „SeaArt“ soll künstliches Seegras entwickelt werden, das bei der Wiederansiedlung von Seegraswiesen in der Nordsee eingesetzt werden kann. Seegras hat eine große Bedeutung als Ökosystem, weil es Sedimente stabilisiert, große Mengen an Nährstoffen filtert und einer der effizientesten Kohlenstoffspeicher des Meeres ist.

Projekt der Metropolregion Energiewende im Klimawandel (EnerKlim)

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg engagiert sich ebenfalls in Bereich der Klimafolgenanpassung. In einem vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundvorhaben (EnerKlim) werden  Entscheidungshilfen für Kommunen erarbeitet. Sie ermöglichen eine großräumige Verknüpfung von  Klimaschutz- und Klimaanpassungsprozessen. Dadurch soll die Wirksamkeit der Aktivitäten gesteigert und eine Verbindung zu Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene geschaffen werden.

Informationen

Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr.-Ing. Torsten Schlurmann unter T +49 511.762-19021 oder per E-Mail unter schlurmann@lufi.uni-hannover.de sowie Dr.-Ing. Stefan Schimmels unter T +49 511.762-9223 oder per E-Mail unter schimmels@fzk-nth.de gerne zur Verfügung.

Kontakte EnerKlim

Kommunen in der Metropolregion e.V.
T 0511.89 85 86-22 | enerklim@metropolregion.de | metropolregion.de/enerklim

GEO-NET Umweltconsulting GmbH
T 0511.388 72-00 | bueter@geo-net.de | geo-net.de

KoRiS – Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung
T 0511.590 974-30 | rienau@koris-hannover.de | koris-hannover.de

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