HANNOVER, 6. September 2017.- Nicht nur in den laufenden Wahlkampfauseinandersetzungen spielt die Elektromobilität eine starke Rolle. Letztlich geht es mittlerweile nicht mehr darum, ob sich die Elektromobilität durchsetzt, sondern nur noch um den Zeitpunkt. Viele Fachleute erwarten eine disruptive Marktentwicklung. Nicht die Diskussionen über die Zukunftsfähigkeit der Verbrennungsmotoren, sondern das sprunghaft wachsende Angebot an Fahrzeugen sowie die sinkenden Anschaffungskosten werden die Zahl von derzeit rund 100.000 elektrischen PKW deutlich steigen lassen. Bei einer jährlichen Neuzulassungszahl von über drei Millionen Fahrzeugen ist das Erreichen des Ziels von einer Million Elektroautos bis 2020 bei einem Anteil von rund 10% der Neuzulassungen durchaus erreichbar. Maximal dürfte sich eine Verzögerung von ein bis zwei Jahren einstellen.

Die Kommunen müssen sich demnach darauf einstellen, dass demnächst rund 10 bis 15 Elektroautos pro 1.000 Einwohner unterwegs sind. Für eine Halbmillionenstadt wie Hannover wären dies rund 6.000 Fahrzeuge; Mittelstädte wie Hameln oder Celle kämen auf rund 1.000 Elektroautos.

Raimund Nowak, Geschäftsführer Metropolregion: „Die Zeit in der Elektroautos Ausnahmeerscheinungen geht jetzt rasch vorbei. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich intensiver mit den kommunalen Handlungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Die Metropolregion bietet ihren rund 60 Mitgliedskommunen Unterstützung bei der Erstellung lokaler Handlungskonzepte an.“

Unterstützung der Kommunen

Die Metropolregion unterstützt derzeit die Landeshauptstadt im Rahmen eines vom Bund geförderten Vorhabens der Konzepterstellung. Für die Stadt Alfeld wird ein Muster für Städte der Größenordnung um die 20.000 Einwohner bis zum Jahresende entwickelt. Für die Südheide, die Wesermarsch und die Insel Rügen wird untersucht, wie Elektromobilität im Tourismus eingesetzt werden kann. Hier bietet es sich geradezu an, möglichst viele Kommunen mitzunehmen. So kann Doppelarbeit verhindert und eine konzeptionelle Harmonisierung gesichert werden.

Flotte electric erweitert durch Zusammenarbeit mit der Metropolregion Mitteldeutschland

Die Metropolregion hat im Verein „Kommunen in der Metropolregion“ mit Bundesförderung eine Kompetenzstelle für Elektromobilität unter dem Namen „Amt electric“ eingerichtet. Hier wird auch der Einsatz der „Flotte electric“ mit derzeit rund 200 Elektroautos in rund 100 Kommunen und kommunalen Betrieben koordiniert. Diese Zahl soll jetzt deutlich erweitert werden. Als neuer Partner wurde die Metropolregion Mitteldeutschland gewonnen, die ihren Kommunen ebenfalls das Angebot der Beteiligung an der „Flotte electric“ unterbreiten wird.

Vorstellung des Angebots

Ihr Angebot der Konzepterstellung und der Flotte electric wird die Metropolregion u.a. auf der Metropolversammlung am 13. September 2017 in Hannover und am 26. September 2017 in Halle vorstellen.