Uni Göttingen, 14. Juli 2017:  Agrarökologen erforschen Ertragssteigerungen bei Kakaopflanzen

 

Kakao ist eines der weltweit am meisten gehandelten Wirtschaftsgüter. Ein wesentlicher Schlüssel zur Ertragssteigerung ist dabei die Optimierung der Bestäubung. Jedoch werden nur etwa fünf bis zehn Prozent der Kakaoblüten auf natürliche Weise bestäubt. Der Göttinger Agrarökologe Manuel Toledo-Hernández hat im Rahmen seiner Doktorarbeit Studien zur Bestäubung von Kakaopflanzen aus den vergangenen 70 Jahren ausgewertet. Seine dabei gewonnenen Erkenntnisse sowie offene Forschungsfragen hat er zusammengefasst und in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment veröffentlicht.

 

Ertragssteigerung bei den Kleinbauern

Toledo-Hernandez widmet sich derzeit mit experimenteller Feldforschung in Indonesien. Er will einen Beitrag zur Optimierung der Kakaobestäubung und damit zur Ertragssteigerung bei den Kleinbauern Indonesiens und auch weltweit zu leisten. Dr. Thomas Wanger und Prof. Dr. Teja Tscharntke, beide aus der Abteilung Agrarökologie und Betreuer der Arbeit: „Kakao-Bestäubung ist ein Schlüsseleffekt für die Ertragssteigerung und es ist erstaunlich, wie wenig Augenmerk in der Vergangenheit darauf gelegt wurde. Ein umweltfreundliches Management der Kakaoplantagen sollte sowohl Biodiversitäts-freundlich wie agronomisch bedeutsam sein.“

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